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ba b+a / 10 Jahre MUSA - Aus der Sammlung der Stadt Wien
07.09.2017 18:00h
MUSA
ba b+a / 10 Jahre MUSA - Aus der Sammlung der Stadt Wien
 
ba ≠ b+a | 10 Jahre MUSA - Aus der Sammlung der Stadt Wien

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG = 10-JAHRE-MUSA-FEST

Do, 7. September 2017 | 18 Uhr
Ausstellungseröffnung im MUSA

19 Uhr, MUSA
"Mundstücke v2"
Performance von Barbis Ruder

10-JAHRE-MUSA-FEST in der Volkshalle im Rathaus

Wie spiegelt sich die Tätigkeit eines Museums in den Werken der eigenen Sammlung wider? Die Ausstellung ba ≠ b+a fragt danach, wie die Mechanismen, Funktionsweisen und Logiken einer Sammlung zeitgenössischer Kunst sprichwörtlich wie buchstäblich ins Bild kommen. Ziel ist es, die Handlungsfelder eines Museums innerhalb der eigenen Voraussetzungen zu reflektieren. Zum 10-jährigen Bestehen des MUSA Museum Startgalerie Artothek wird eine selbstreflexive Schleife in das Ausstellungs- und Publikationsprogramm eingezogen, die nicht nur die Spezifika der seit den 1950er-Jahren entstandenen Kunstsammlung der Stadt Wien beleuchtet, sondern die anhand der ausgewählten Werke auch allgemeine Fragen über die Institution des Museums aufwirft.

Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Museen ganz grundlegend von jenen Gegenständen geprägt werden, die sich in ihren Sammlungen befinden. Zwar handelt es sich dabei um Einzelteile, die meist unzählig und oft willkürlich ausgewählt erscheinen, doch das Wesen des jeweiligen Museums, sein Charakter und sein Profil, werden von mehr als nur dem Nebeneinander all dieser Fragmente bestimmt. „Das, was in der Weise zusammengesetzt ist, dass das Ganze Eines ist“, schreibt Aristoteles in der Metaphysik, „ist nicht wie ein Haufen, sondern wie eine Silbe. Die Silbe aber ist nicht dasselbe wie ihre Buchstaben, BA ist nicht dasselbe wie B und A, ebenso Fleisch nicht dasselbe wie Feuer und Erde.“

Das Ganze ist also mehr als die Summe der einzelnen Teile – ein Mehr, das in den ständig neu verhandelbaren Konstellationen seiner Versatzstücke und den wechselnden Bedeutungszusammenhängen entsteht. Denn erst die Verschränkung der einzelnen Teile einer Kunstsammlung, ihre Schichtung und ihr Potenzial, sich neu zu konfigurieren, bringen jene Dichte hervor, die notwendig ist, um ein Museum als Einheit zu begreifen – eine Einheit, die jedoch nicht unverrückbar ist, sondern die es erlaubt, mit ihren Elementen als modularer Baukasten, als lebendiges Archiv zu hantieren.

Kurator | Franz Thalmair

KÜNSTLER/INNEN
a room of one's own, Maria Anwander / Ruben Aubrecht, Anna Artaker, Miriam Bajtala, Black Pages (Christoph Meier / Ute Müller / Nick Oberthaler), Kirsten Borchert, Johanna Braun, Dejan Dukic, Sophie Dvořák, Christian Eisenberger, VALIE EXPORT, Fabian Fink, Peter Fritzenwallner, Nikolaus Gansterer, Elisabeth Grübl, Daniel Hafner, Harpune Verlag (Sarah Bogner / Josef Zekoff), Lone Haugaard Madsen, Kathi Hofer, Bernhard Hosa, Luisa Kasalicky, Birgit Knoechl, Ulrike Königshofer, Sonia Leimer, Lotte Lyon, Joseph Marsteurer, Christoph Meier, Edith Payer, Wendelin Pressl, Arnold Reinthaler, Barbis Ruder, Markus Schinwald, Susanne Schuda, Margret Weber-Unger, Anita Witek

10 JAHRE MUSA

2017 steht das MUSA ganz im Zeichen seines 10-jährigen Bestandsjubiläums. Eröffnet im Juni 2007, umfasst die Institution MUSA Museum Startgalerie Artothek den Präsentationsbereich für Ausstellungen aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien (die größte ihrer Art in Österreich mit derzeit ca. 40.000 Objekten sämtlicher Kunstsparten), die Startgalerie für junge Wiener Kunstschaffende am Beginn ihrer Karriere sowie die Artothek, welche grafische Arbeiten an Wiener Privatpersonen verleiht. Eine Ausstellungsfläche von 600m2 ermöglicht seit nunmehr 10 Jahren ein anspruchsvolles Programm im Sinne der heimischen KünstlerInnenschaft, wobei neben soziokulturellen Themen wie Geschlechterrollen oder Politik auch kunstphänomenologische Aufgabenstellungen die Schwerpunkte der Ausstellungstätigkeit bilden.
 
 
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MUSA
Felderstraße 6-8
1010,Wien (AUT)
http://www.musa.at/

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