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Nachgehen, vorgehen: KünstlerInnengespräch
Nachgehen, vorgehen: KünstlerInnengespräch
Fotocredits: Barbara Holub
 
18:00 Führung von Barbara Holub durch ihre Ausstellung "nachgehen, vorgehen"
19:00 KünstlerInnengespräch mit Barbara Holub und Lucas Gehrmann (Kurator, Kunsthalle Wien)

In "nachgehen, vorgehen" zeigt Barbara Holub einen Ausschnitt aus ausgewählten Projekten der letzten Jahre, die sich in verschiedenen urbanen Kontexten mit der Frage befassen, welche Möglichkeit Kunst hat, soziale und gemeinschaftliche Werte neu zu etablieren.

Die Künstlerin entwickelt performative Situationen für urbanes Handeln, die nicht Aktivismus im direkten Sinne propagieren, sondern diskret die individuelle Verantwortung der TeilnehmerInnen anregen. Barbara Holub aktiviert die Ambivalenz zwischen Sprachlosigkeit und Handeln, und tritt damit der Lautheit des Ringens nach medialer Aufmerksamkeit entgegen. Die Projekte vereint die wesentliche Frage: Welche Visionen haben wir und wie können wir Initiative ergreifen, diesen nachzugehen?

Diese Themen wird Barbara Holub im Gespräch mit Lucas Gehrmann anhand der in der Ausstellung gezeigten Projekte besprechen:

Für "More Opportunities“ (Plymouth Arts Centre) inszenierte Barbara Holub eine stille Demonstration mit weiß reflektierenden leeren Tafeln, die durch die Wiederholung wie eine Übung erscheint. Die Demonstration knüpft an den Dockyard Strike in Plymouth (1967) an, der vom zuversichtlich fröhlichen Gesang der Demonstranten von "We shall overcome“ getragen war.

In "Am Stadtrand“ (Wien-Aspern) lud Barbara Holub zu performativen Stadtrandspaziergängen "vor der Architektur“ ein, in denen all jene vorhandenen Qualitäten noch einmal erfahrbar wurden, die nicht Eingang in die Planung von Aspern-Seestadt gefunden haben. Daraus entstand das Hörstück "Die Blue Frog Society spaziert auf den Mond“ für Ö1-Kunstradio (mit Bruno Pisek). Seither versammelt sich die Blue Frog Society an wechselnden Orten und zu verschiedenen Anlässen (u.a. 64th UN NGO/ DPI congress in Bonn; Czech Center, New York; DOX Center for Contemporary Art, Prag) um Möglichkeiten eines "non-territorialen Habitats“ zu erforschen.

Die Performances/ urbanen Interventionen sind in der Ausstellung als Fotoarbeiten, Zeichnungen, Skulptur und Videoprojektion zu sehen.
Die Ausstellung schreibt das neue Profil der Galerie, das sich gesellschaftlich engagierten Themen widmet, fort.


 
 
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