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Lwiw. Kriegsmuseum
Lwiw. Kriegsmuseum
Fotocredits: Monument des Ruhms, 2016 / Ekaterina Shapiro-Obermair, Alexandra Wachter
 
Ekaterina Shapiro-Obermair / Alexandra Wachter

Seit drei Jahren beschäftigt die Ukraine-Krise die internationale Politik. Im Zuge des Konflikts zwischen pro-europäischen und pro-russischen Kräften spitzten sich auch in Europa die ideologischen Spannungen zu, wobei herkömmliche Vorstellungen von Faschismus und Antifaschismus zunehmend durcheinander geraten. Die Ukraine selbst ist gekennzeichnet durch einen anhaltenden Kampf um Identitäten und Nationalismen, bei dem die bis dato nicht aufgearbeitete Geschichte ebenso heiß umkämpft wird wie ostukrainische Territorien.

Das westukrainische Lwiw gilt als Bollwerk des radikalen ukrainischen Nationalismus. Die nebeneinander existierenden Narrative zum Zweiten Weltkrieg schließen sich dabei in der ehemals multikulturellen Stadt scheinbar gegenseitig aus. Die Künstlerin Ekaterina Shapiro-Obermair und die Historikerin Alexandra Wachter haben im Rahmen intensiver Feldforschungen einen Dialog zu lokalen Communities aufgebaut und die jeweiligen Museen und Monumente besucht. Sie gehen der Frage nach, welche Überschneidungen es zwischen der ukrainischen, den sowjetischen, den jüdischen und den polnischen Gedenkkulturen gibt. Ihre interdisziplinäre Recherche ist auf die Erforschung des Visuellen fokussiert und nimmt auch die aktuelle ukrainische Geschichtspolitik ins Visier.

Es werden erstmals Ausschnitte aus dem umfassenden Videomaterial einer Öffentlichkeit präsentiert. Dabei geht es in erster Linie darum, gemeinsam mit dem Publikum über das Gesehene nachzudenken und zu diskutieren. In Form eines performativen Vortrags soll die Präsentation Einblicke in sehr spezifische Situationen vor Ort ermöglichen.
 
 
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