Wendelin van Oldenborgh

Film Video Screening Diskussion
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1 Termin im Archiv
Mittwoch 16. Mai 2012

Einführung durch Wendelien van Oldenborgh.

Glauber Rocha, Câncer, 1968/72, 86 min
Pause

Jacques Willemont, La Reprise du travail aux usines
Wonder, 1968, 10 min (Ausschnitt)

Hélio Oiticica, Agripina é Roma-Manhattan, 1972, 15 min

Anschließend Gespräch zwischen Wendelien van Oldenborgh und Eric de Bruyn.

In der Eingangsszene des Films Câncer begleitet die Stimme des Filmemachers Glauber Rocha eine stumme Kamerafahrt, die einer Versammlung von Intellektuellen im Museum of Modern Art von Rio de Janeiro folgt. Die Gruppe hatte sich getroffen, um über Kunst zu diskutieren – über «revolutionäre Kunst», wie versichert wird. Wir schreiben den August 1968, und die Agitation ist allgegenwärtig. Rocha verwendet seinen Kommentar zu dieser Versammlung gleichsam als Prolog.
Bestimmte Schauspieler, die im Vorspann namentlich genannt werden, sind bei dem Museums-Meeting zu sehen, der anschließende Film selbst kombiniert jedoch eine strikte zeitliche Struktur mit purer Improvisation, um die Themen Gewalt, Feminismus und Rassismus zu behandeln.
Wendelien van Oldenborgh schlägt vor, die Séance als eine produktive Form der Versammlung zu begreifen, als ein Sich-Zusammenfinden, als Einigung auf eine Idee oder Willensbekundung,um durch das Kino auf die Realität einzuwirken. Die Filme Agripina é Roma-Manhattan und La Reprise präsentieren Möglichkeiten, das Kino in entsprechender Weise zu nutzen.

Wendelien van Oldenborgh lebt und arbeitet in Rotterdam.
Ausstellungen (Auswahl): Images Festival Toronto (2010); Maurits Script – Plug In #39, Van Abbemuseum, Eindhoven; LECTURE/ AUDIENCE/CAMERA, M HKA, Antwerpen (2008).

Tickets: € 6.- / erm. € 4,50

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