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Guillaume Bijl
23.03.2012 19:00h
Guillaume Bijl
Fotocredits: Guillaume Bijl
Als Guillaume Bijl 1991 in der Galerie Winter/Bäckerstrasse die Biographie des Komponisten Johannes Vogl (1874 bis 1928) im “Sterbezimmer” des Komponisten rekonstruierte, die Arbeit befindet sich heute in MUMOK Wien, ahnten viele Besucher nicht dass ein Komponist oder Musiker dieses Namens niemals existiert hat. Der Trug der Inszenierung wurde nicht durchschaut, im Gegenteil. “Bijl, der sich als Realist versteht und sein Werk gelegentlich als “tragikomisch” bezeichnet hat, strebt einen direkten Ausdruck an, der vom breiten, “normalerweise außerhalb der Kunstszene” stehenden Publikum verstanden und mitgetragen wird. Die Installationen erstellen eine Art soziokulturelle Kulisse für eine Situation, die vom Publikum selbst geschaffen wird” (Peter Gorsen).

Das erinnert mich an meine “Trophäenjagd mit Guillaume Bijl”. Dieser beeindruckende Mann, ein Herr mit ausladend großen Gesten, ein präziser Arbeiter und schnell zupackender Künstler war mit mir auf Tour durch die Wiener Trödler der Außenbezirke. Auf der Suche nach dem Interieur für das “Sterbezimmer”. Eine Arbeit, die den öfters verwendeten Begriff “Antikunst” für das Bijl´sche Werk auf den Kopf stellt. Aus diesem Konvolut von Trödel wurde “Kunst”. Mit Sarkasmus und einem Lächeln wurden die Sachen zusammenkomponiert und ergaben eine beeindruckende “TransformationsInstallation”, die Bijl als “eine Wirklichkeit in einer Unwirklichkeit” umschreibt.
 
 
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Galerie Hubert Winter, Breite Gasse 17, 1070 Wien
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