Am Donnerstag, dem 23. Juni um 19 Uhr eröffnet der niederländische Sänger, Schriftsteller und Maler Herman Van Veen persönlich die Kabinettausstellung „Man hört nur Duft”. Sein Bilderzyklus ist inspiriert von Gedichten Selma Meerbaum-Eisingers, die als verfolgte Jüdin achtzehnjährig starb. Die Werke sind bis 31. August 2011 im Innenhof bei freiem Eintritt zu besichtigen.
_____________Selma Meerbaum-Eisinger wurde 1924 in Czernowitz (Bukowina) geboren. Ab 1939 begann sie, eigene Gedichte zu schreiben und aus dem Französischen, Rumänischen und Jiddischen zu übersetzen. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in das 1940 von Rumänien an die Sowjetunion abgetretene Czernowitz im Juli 1941 wurde die Familie gezwungen, im Ghetto der Stadt zu leben. Auf wundersame Weise gelang es Selma, das handschriftliche Album mit dem Titel »Blütenlese« einer Freundin zuzuspielen, bevor sie 1942 in das Arbeitslager Michailowska in der Ukraine deportiert wurde. Hier starb sie am 16. Dezember 1942 an Typhus.
_____________Hermann Van Veen (Utrecht, 14. März 1945) ist ein niederländischer Künstler. Er spielt Geige, singt, schreibt, komponiert, schauspielert, führt Regie, malt und ist aktiver Verteidiger der Kinderrechte. Er wuchs als einziger Junge in einer Arbeiterfamilie auf und studierte am Utrechter Konservatorium Geige, Gesang und Musikpädagogik. 1965 gab er sein Theaterdebüt mit dem musikalisch-clownesken Soloprogramm Harlekijn. Seither reist er um die Welt und spielt seine Vorstellungen in vier Sprachen.