Caroline Heider im Gespräch mit Andreas Spiegl

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Diskussion
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Dienstag 27. März 2018
27. März 2018
Di
16:00
Caroline Heider im Gespräch mit Andreas Spiegl
Demonstrationsraum der Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien Schillerplatz 3, A - 1010 Wien

Ausstellungsdauer | 07.11.2007 - 09.11.2007

Täglich 11.00 - 18.00 h | Eintritt frei

07.11.2007, 16.00 h:
Caroline Heider im Gespräch mit Andreas Spiegl, Vizerektor für Lehre und Forschung der Akademie

Heider setzt sich in ihren vielseitigen Arbeiten kritisch mit dem kulturellen Kontext auseinander, in dem sie präsentiert werden. In ihrer Fotoserie “Faltbilder”, einem Work in Progress, imitiert sie formal den Stil der kommerziellen Mode- und Werbefotografie. Ihre Bilder werden jedoch durch Falten wie in Kleidern verändert, welche die Sujets dem Kameraauge entziehen. Die Inhalte schwanken infolgedessen, werden verwandelt, bis sie sich ins Groteske kehren, wodurch die hierarchische Ordnung von Vordergrund und Hintergrund durcheinandergerät, was dem Betrachter bewusst macht, wie das den Raum in Bildern beherrscht. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Heiders Interesse für die berühmte Figur von Collodis Kinderbuch. Im Unterschied zu Pinocchio allerdings, der mit seinen Lügen keinen Zweck verfolgt, bezieht sich Heider in ihren Arbeiten auf harmlose Lügen, die eine Kulturgeschichte umreißen, der zufolge Bilder nicht mehr produziert werden, um zu überzeugen oder, letzten Endes, zu lügen, sondern um zu beeindrucken. Sie passt das Ende der Pinocchio-Geschichte den materiellen Gegebenheiten des Demoraums an, indem sie dessen Holzkonstruktion mit einer zu einem Ast verlängerten Nase durchstößt. (DB)

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