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Just So Stories 1978 I 2018
Just So Stories 1978 I 2018
Fotocredits: Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder
 
Ein Projekt von Rosemarie Schwarzwälder

Redaktion: Elisabeth Madlener, Melanie Harl
Technik: Lukas Hagspiel
Grafik: Karin Plattner

Es sind viele Vektoren, Ebenen, Transversalien, Achsen und Pole, die eine Galerie wie ein mehrdimensionales Ereignisfeld organisieren: die Begegnungen mit den KünstlerInnen, mit deren Werk-Sphäroiden, mit ihren thesenhaften Setzungen, mit radikalen oder innovativen, produktiven „Störungen“, mit Experimenten und Interpretationen, mit Anschlüssen, Brüchen und Überholungen, aber auch mit Nostalgien und Übertragungen. Zu jedem Werk, das seinen Weg in die Galerie findet, gibt es nicht nur eine Deutung, eine Einordnung, sondern auch die mehr oder weniger persönlichen Geschichten, die damit zusammenhängen, dass nicht nur die Bücher („habent sua fata libelli“), sondern auch die Werke der bildenden Kunst ihre „Schicksale“ haben. Die Galerie ist ein Ort, an dem nicht nur die Kunst im Rahmen eines White-Cube-Systems präsentiert wird, sondern vielfältige Sondierung, Bewegung, Entwicklung, empathische Teilnahme an KünstlerInnen und Werken, und schließlich die Vermittlung und Verteilung an die neuen BesitzerInnen, an Sammlungen und Museen stattfinden.
Die Galerie nächst St. Stephan verfügt über eine lange Geschichte. Seit vierzig von diesen vielen Jahren ist Rosemarie Schwarzwälder dafür verantwortlich. Die Ausstellung – weder Chronologie noch Übersicht – versammelt eine knapp bemessene Reihe von Werken, denen es zukommt, das künstlerische Programm und das Selbstverständnis der Galerie einerseits Revue passieren zu lassen, die andererseits aber auch den Anlass zur Erzählung, zum Wiederaufrollen ihrer besonderen Geschichten geben. Der Rückblick ist damit zugleich ein Blick in die Entstehung von Bedeutung. Die Verschränkung von Werken mit verschiedenen persönlichen stories ist die spontane Idee dieser Ausstellung.

Elisabeth von Samsonow
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There are many vectors, levels, transversals, axes, and poles that structure a gallery into a multi-dimensional field of events, such as encounters with artists; encounters with their work-spheroids, positings of thesis-like works; radical or innovative, productive “disruptions”; experiments and interpretations; connections, breaks, and reworkings – and not least, nostalgia and projections. For each work that finds its way into the gallery, there is an interpretation or a context, along with more or less personal stories, because not only do books have their own destinies (habent sua fata libelli), but so do visual art works. The gallery is more than just a place where art is shown in a white cube system; it is also the location of multifarious forms of exploration, movement, development, empathetic engagement with artists and works, and finally communicating and working with new owners, collections, and museums.
The Galerie nächst St. Stephan has a long history in which Rosemarie Schwarzwälder has been the director for forty years. This exhibition, which is neither chronological nor a survey, presents a collection of a few carefully selected works that not only reflect the gallery’s artistic program and self-definition, but also retell their unique stories. The look back is thus also a look at the emergence of meaning, revealing the interweaving of works with different personal stories as the spontaneous idea behind this exhibition.

Elisabeth von Samsonow