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Tamuna Sirbiladze
11.12.2017 19:00h
secession
Tamuna Sirbiladze
Begrüßung Benedikt Ledebur, Herausgeber

Vortrag almost something like revenge von Isolde Charim, Philosophin und Publizistin.

Das umfangreiche Oeuvre Tamuna Sirbiladzes umfasst vor allem Mixed-Media-Bilder. Die Künstlerin war für ihren charakteristischen Stil bekannt, der in den Spannungsfeldern zwischen entgegengesetzten Polen immer wieder neue Wege aufzeigte. Abstrakt und figurativ, spielerisch und von großem Ernst, vital und still, dynamisch und verhalten: Sirbiladzes Werk verbindet Intensität mit Vielseitigkeit.

Ihre ungewöhnlich zügige Arbeitsweise verleiht ihren Bildern eine Unmittelbarkeit, als gewährten sie direkten Zugang zur Vorstellungswelt der Künstlerin. Am augenfälligsten ist diese Ursprünglichkeit in ihren gestisch-improvisierten Bildern, für die sie mit Ölmalsticks auf ungespannter rohe Leinwand arbeitete und die wirken, als seien sie bewusst unvollendet geblieben. „Als Künstlerin“, so Sirbiladze, „will ich nicht steuern, wie die Darstellung aufgefasst werden wird.“ Der Katalog präsentiert eine sorgfältig getroffene Auswahl dieser Ölmalstickarbeiten sowie weitere Gemälde, darunter die hochgelobte V Collection (2012), die im Dialog mit ikonischen Werken Caravaggios, Giottos, Rafaels und Velázquez’ entstand. Spätere Bilder, die Frauenkörper in intimen und in der Kunst selten dargestellten Szenen zeigen, bilden Sirbiladzes Antwort auf die Vorherrschaft von Männern in der Kunstwelt.

Mit Beiträgen von Max Henry, Anna Kats und Julie Ryan sowie einem Gespräch mit der Künstlerin und einer Gruppe von fünfzehn Sonetten von ihrem Lebensgefährten Benedikt Ledebur bietet die Publikation eine umfassende Übersicht über Sirbiladzes Oeuvre und Praxis.

Tamuna Sirbiladze (1971–2016) wurde in Tbilisi (Georgien) geboren. Während ihres Studiums an der Akademie der bildenden Künste Wien lernte sie den Künstler Franz West kennen; sie heirateten und arbeiteten bis zu seinem Tod 2012 an verschiedenen Kunstprojekten und Werken zusammen. In den letzten Jahren vor ihrem Tod lebte sie mit Benedikt Ledebur zusammen. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen in Galerien und Museen in ganz Europa gezeigt, etwa in der Galerie Gisela Capitain in Köln (2001), bei ColletPark in Paris und Jonathan Viner in London (beide 2008) und bei Charim Ungar Contemporary in Berlin (2010). Zwei Einzelausstellungen, die 2015 in New York stattfanden, Take it easy in der Half Gallery und „good enough“ is never good enough bei James Fuentes, wurden von der Kritik gefeiert. Sie verstarb kurz nach der Eröffnung ihrer Ausstellung Two Projects bei Almine Rech in Brüssel 2016.

Verlag: David Zwirner Books
Künstlerin: Tamuna Sirbiladze
Beiträge von: Max Henry, Anna Kats, Benedikt Ledebur, Julie Ryan
Buchgestaltung: Sarah Schrauwen
Druck: VeronaLibri, Verona
Erscheinungsdatum: 2017
Einband: Hardcover
Format: 20,3 x 27,3 cm
Seiten: 160
Abbildungen: 121 Farbabbildungen
ISBN: 9781941701805
Einzelhandelspreis: $30 | £25
 
 
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1010,Wien (AUT)
http://www.secession.at