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Bei unerwarteten Wendungen Unmögliches einfordern
03.10.2017 19:00h
Bei unerwarteten Wendungen Unmögliches einfordern
 
ProjektkuratorInnen: Gülsen Bal und Walter Seidl

Mit Zanny Begg & Oliver Ressler, VALIE EXPORT, Adela Jušić, Thaer Maarouf, Cengiz Tekin

Venue: philomena+
a project room for collaborations between the MENA-region and Austria, Europe

In einer Welt, in der Unmögliches möglich erscheint, das längst verdrängt geglaubte Unterbewusste an die Oberfläche tritt und sich eine Extrem Rechte zu radikalisieren scheint, sind KünstlerInnen umso mehr aufgefordert, sich möglichen Modellen einer künftigen Weltordnung zu stellen, in der sich ein Anti-Intellektualismus breitmacht und kritisches Denken nicht mehr erwünscht ist. Was kommt nach Trump, Brexit und dem IS? Welche Radikalisierungsformen konstituieren sich und wie ändert sich dadurch der Blick auf eine liberale, offene Gesellschaftsstruktur? Wie können KünsterInnen diese zurückerobern und welcher Konflikt ergibt sich zwischen Fortschritt in Wirtschaft, Technik, Medizin, die uns zwar länger leben aber nicht länger denken lassen?

KünstlerInnen artikulieren stets einen Anspruch nach neuen Modellen zur Vermessung der Welt, um sie aus einer Perspektive betrachten zu können, die weder von herrschenden Machtstrukturen noch von politischen oder religiösen Glaubensvorstellungen bestimmt wird. Solche Vorstellungen verursachen vielfach überraschende Wendungen und drängen Gesellschaften in verschiedene Richtungen, die von der Mehrheit der Stimmberechtigten und/oder der Mehrheit der Bevölkerung oft gar nicht gebilligt werden. Wie Giorgio Agamben 2005 formulierte, sind Gesellschaften und bestimmte Bevölkerungsgruppen stets von Neuem in einem "Ausnahmezustand" gefangen. Dieser Ausnahmezustand hat sich jedoch bis heute fortgesetzt und verwandelt sich zusehends in einen "Katastrophenzustand", der in nächster Zeit nicht so schnell überwunden werden kann.

Die KünstlerInnen der Ausstellung gehen diesen Fragestellungen implizit nach und versuchen verschiedene Modelle zu generieren, die einen anderen Status Quo einfordern, um neue Möglichkeiten und Denkräume zu erschließen, die als Auftakt für weitere dringliche Transformationen dienen und Leerstellen, die durch unerwartete Wendungen gewisse Verluste mit sich bringen, aufzeigen.


Unterstützt von:
Stadtteilkultur, Interkulturalität und Internationale Angelegenheiten
Kulturabteilung der Stadt Wien

Magistratsabteilung 7 – Bildende Kunst


In Zusammenarbeit mit:
Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Group und ERSTE Stiftung
cyberlab - Digitale Entwicklungen GmbH
PİLOT Gallery
KUNSTHALLE EXNERGASSE


° Über uns

Open Space - Verein für ein neues Forum von Kunst und visueller Kultur will unterschiedliche kreative Praktiken zusammenführen, um mit seinem Kunstprogramm im Rahmen seiner in Wien lang etablierten Geschichte zu Austausch und gemeinsamen Projekten anzuregen. In diesem Raum soll eine gewisse kreative Agenda neue Potenziale im Feld der zeitgenössischen Kunst eröffnen.

weitere Informationen: office@openspace-zkp.org
 
 
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philomena+, Heinestraße 40, 1020 Wien