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Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien
07.09.2017 12:00h
KÖR
Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien
 
PROGRAMM

Samuel Barber, Adagio für Streicher
Interpretation durch das „Aureum-Saxophon-Quartett“ der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Martina Taig Geschäftsführerin KÖR GmbH

Rudolf Zabrana Bezirksvorsteher-Stellvertreter 3. Bezirk

Heidemarie Uhl Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften

Michael Ludwig Amtsführender Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung

Andreas Mailath-Pokorny Amtsführender Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport

Maria Vassilakou Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung

Sog nischt kejnmol as du gejst dem letstn weg
Roman Grinberg interpretiert das vertonte Gedicht von Hirsch Glick

Oskar Deutsch Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Herbert Schrott Zeitzeuge

Thomas Drozda Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien

Kaddisch Paul Chaim Eisenberg Oberrabbiner des Bundesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs

Die Künstler PRINZpod sind anwesend.


Das von PRINZpod entworfene Mahnmal ist den vom Aspangbahnhof aus Deportierten gewidmet, die Opfer der Shoa wurden. Es soll als Stätte des Mahnens, Erinnerns und Gedenkens an die verfolgten österreichischen bzw. Wiener Jüdinnen und Juden, die 1939 und 1941/42 von dieser Stelle aus zur Vernichtung in den Osten deportiert wurden, errichtet werden: zwei lange Betonstränge laufen wie Bahngeleise in einem Betonblock zusammen. Eine Reise ins Nichts.
Das Mahnmal nimmt Bezug auf die Örtlichkeit und den schon vorhandenen Gedenkstein. Ergänzt wird es durch Informationstafeln, die auch die Deportationszüge und –orte visualisieren.

Das Mahnmal
„Die beiden schlichten Betonstränge liegen wie Bahngleise auf dem Erdboden. Am Beginn entspricht ihre Breite der Normweite von Schienen (1435mm), doch sie laufen immer weiter zusammen, um schließlich in einem Betonblock zu enden bzw. zu verschwinden. …
… Auf einem Strang liest man in Richtung des Betonblockes: 47035 Deportierte. Der andere Strang zeigt vom Block wegführend: 1073 Überlebende. Auf der Betonskulptur (Rückseite) selbst stehen die Worte: Den Opfern der Deportation 1939 - 1942 gewidmet. …
… Wir haben uns bei der Konzeption des Mahnmals dafür entschieden, die Installation so schlicht und zurückhaltend wie möglich zu gestalten. Ein derartiges Grauen, wie es auf den Aspanggründen stattgefunden hat, bedarf keiner pompösen Inszenierung. Je tiefer wir bei unseren Recherchen in die Thematik vordrangen, desto mehr sahen wir uns mit der eigenen Sprachlosigkeit konfrontiert. Dort wo Worte nicht mehr ausreichen, müssen Symbole gefunden werden, die über Sprachbarrieren hinaus für alle lesbar sind. Die zusammenlaufenden Gleise enden in der Katastrophe, der Betonblock erinnert an einen Grabstein. Die Installation fügt sich in Form und Materialität gut in das moderne Stadtbild ein und ist doch irritierend genug, um Anwohner und Passanten innehalten zu lassen und Momente der Reflexion zu ermöglichen.“ PRINZpod
 
 
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KÖR
Museumsplatz 1
1070,Wien (Österreich)
http://www.koer.or.at

Leon-Zelman-Park, 1030 Wien