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Erkennen und Verfolgen (4): Die Heuristik der Bilder. Durch filmische Verfahren lernen
21.06.2017 19:00h
mumok
Erkennen und Verfolgen (4):  Die Heuristik der Bilder. Durch filmische Verfahren lernen
Fotocredits: Harun Farocki, aus / from: Wie man sieht (As You See), 1986, © Harun Farocki
 
Programm

Harun Farocki,
Der Ausdruck der Hände, 1997, 30 min
Wie man sieht, 1986, 72 min

Vorgestellt von Sezgin Boynik

Sezgin Boynik ist Theoretiker und lebt in Helsinki. Seine Dissertation beschäftigt sich mit dem jugoslawischen Kino der „Schwarzen Welle“. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehören Noise After Babel (2015) sowie der Artikel „Ideologies of Artistic Education“ (2016). Boynik ist Chefredakteur von Rab-Rab: journal for political and formal inquiries in art (www.rabrab.fi).

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Veranstaltungshinweis: Vortrag von Sezgin Boynik am 20. Juni um 18 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung an der Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Raum M13a


Am 30. Juli 2017 jährt sich Harun Farockis Todestag zum dritten Mal. Um sein Werk – als Filmemacher und Künstler, als Autor und Lehrender – lebendig zu halten und zugleich als Ressource auch für junge Generationen (neu) zu öffnen, haben Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm in Zusammenarbeit mit Jens Kastner eine umfangreiche Vortrags- und Programmreihe konzipiert. Das Anliegen ist es, als Lehrende, aber auch als dem Denken und der Praxis Farockis Nahestehende, sein filmisches und publizistisches Werk mit Schwerpunkt auf seine Lehrtätigkeit neu zu beleuchten. Dies gilt nicht zuletzt für die ausgesprochen einflussreiche Rolle als Professor für Film und Kunst, die er von 2004–2011 an der Akademie der bildenden Künste Wien wahrgenommen hat: So haben Farockis Studierende von seinen bild- und medientheoretisch versierten und stets politisch reflektierten Filmanalysen in höchstem Maße profitiert; ebenso eine interessierte Öffentlichkeit, die an den von ihm organisierten Screenings seiner eigenen Filme und der anderer teilgenommen hat. In diesem Sinne möchte die Programmreihe Erkennen und Verfolgen, die im Rahmen der gleichnamigen Ringvorlesung an der Akademie der bildenden Künste Wien stattfindet, Farockis tiefgreifendes Interesse am Verhältnis von Bild und Politik sowie von Praxis und Theorie in den Mittelpunkt stellen, vermochte ihn doch gerade der damit einhergehende Vermittlungsanspruch zu einem maßgeblichen Stichwortgeber für eine jüngere Generation von Künstler_innen und Autor_innen vor allem im Bereich des Dokumentarfilms zu machen.

Als Gäste werden Michael Baute (29.3.), Christine Lang (31.5.), Thomas Elsaesser (14.6.) und Sezgin Boynik (21.6.) erwartet. Sie werden jeweils ein von ihnen gestaltetes Filmprogramm mit Fokus auf eine spezifische, mit dem Werk von Harun Farocki verbundene Fragestellung vorstellen.

Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung an der Akademie der bildenden Künste Wien: Jens Kastner (7.3.), Volker Pantenburg (21.3.), Michael Baute (28.3.), Tom Holert (4.4.), Filipa César (2.5.), Christa Blümlinger (9.5.), Thomas Heise (16.5.), Maren Grimm (23.5.), Christine Lang (30.5.), Antje Ehmann, Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm (8.6.), Diedrich Diederichsen (13.6.), Sezgin Boynik (20.6.).

Konzipiert von Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm, in Kooperation mit Jens Kastner und der Akademie der bildenden Künste Wien


Das Programm beschäftigt sich mit zwei von Farockis Werken – Vergleich über ein Drittes (2007) und Das Silber und das Kreuz (2010) – und stellt dabei die Frage nach den Unterschieden zwischen moving image als Film und als Installation. Bei Das Silber und das Kreuz ist auch zu fragen, inwiefern sich Farockis Installation vom didaktischen Gesamtkonzept der Ausstellung Das Potosí-Prinzip (2010) unterscheidet, für die diese Arbeit konzipiert war. Bei Vergleich über ein Drittes geht es darum, die Spannung zwischen Farockis filmischen Grundprinzip, nämlich der Montage, ebenso zu thematisieren wie die damit verbundenen Schritte der Verbindung und Trennung sowie Farockis Denken in Analogien, Zwischenräumen und Überblendungen.

 
 
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mumok
Museumsplatz 1
1070,Wien (AUT)
http://www.mumok.at/

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