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Ellen Cantor: Pinochet Porn
07.06.2017 19:00h
mumok
Ellen Cantor: Pinochet Porn
Fotocredits: Ellen Cantor, aus / from: Pinochet Porn, 2008–2016, Courtesy The Estate of Ellen Cantor
 
Pinochet Porn (2008–2016) ist ein epischer Experimentalfilm, in dem die gesamte Bandbreite des Werks der verstorbenen Künstlerin Ellen Cantor (1961–2013) zum Ausdruck kommt. An der abendfüllenden Episodenerzählung über die miteinander verflochtenen Leben von fünf Kindern, deren Heranreifen und Aufwachsen hat Cantor die letzten fünf Jahre ihres Lebens gearbeitet. In Pinochet Porn stehen Super-8-Film, Archivmaterial und animierte Zeichnungen nebeneinander. Der Film bedient sich dem Format der Seifenoper, ist ebenso tragisch wie komisch und gezeichnet von einer subversiven Sexualität. Cantor verwebt persönliche, politische und historische Elemente; indirekt dreht sich die Geschichte um den politischen Dissens zu Zeiten des Pinochet-Regimes in Chile. Zugleich ist Pinochet Porn – der Film zeigt eine Reihe von Künstler_innen, Kurator_innen, Autor_innen, Filmemacher_innen, Underground-Protagonist_innen, Musiker_innen und deren Kinder – das Dokument eines bestimmten Moments in der New Yorker und Londoner Avantgarde-Kunst und -Kultur.


Programm

Ellen Cantor, Pinochet Porn, 2008–2016, 123 min, Courtesy The Estate of Ellen Cantor

Anschließend Gespräch mit Fatima Hellberg und Sabeth Buchmann

Sabeth Buchmann lebt in Berlin und Wien. Die Kunsthistorikerin und Kritikerin ist Professorin für moderne und postmoderne Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Gemeinsam mit Helmut Draxler, Clemens Krümmel und Susanne Leeb gibt Buchmann PoLyPen heraus, eine Reihe zu Kunstkritik und politischer Theorie.

Fatima Hellberg ist Kuratorin und Autorin sowie künstlerische Leiterin am Künstlerhaus Stuttgart. In letzter Zeit hat sie sich in mehreren Projekten mit dem Werk von Ellen Cantor auseinandergesetzt, u. a. in Ellen Cantor – Cinderella Syndrome, CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco (2015), und ELLEN CANTOR, Künstlerhaus Stuttgart (2016), die sie beide gemeinsam mit Jamie Stevens kuratiert hat. Ein von Hellberg, Stevens und Lia Gangitano herausgegebenes Buch zum Werk von Ellen Cantor und die Arbeit an Pinochet Porn erscheint im Sommer 2017.

In diesem Jahr fanden in Wien bereits eine Ausstellung sowie ein Filmprogramm mit früheren Arbeiten von Ellen Cantor statt: Ellen Cantor. Is Tragedy a Choice?, Neuer Kunstverein Wien (16.3.– 14.4.2017) und Blickle Archive Series #20: Ellen Cantor, Blickle Kino im 21er Haus (12.4.2017)

€ 6,– / ermäßigt € 4,50
 
 
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Museumsplatz 1
1070,Wien (AUT)
http://www.mumok.at/

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