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Birgit Jürgenssen: Ungesehenes
12.01.2017 19:00h
Galerie Winter
Birgit Jürgenssen: Ungesehenes
Fotocredits: Birgit Jürgenssen
 
Beraten Sie uns, fürhen Sie uns, wir werden fügsam sein: ich werde Ihrer bedürfen, solange ich lebe. Jetzt, da meine Pflichten als Mann beginnen, bedarf ich Ihrer mehr als je. Sie haben die Ihren erfüllt; leiten Sie mich, daß ich es Ihnen nachtun kann; und ruhen Sie aus, es ist Zeit.
Die letzten Zeilen. In: Jean-Jacques Rousseau, Emile oder Über die Erziehung. Dt. v. E. Sckommodau. Stuttgart, Reclam, 1963.

Eine Enzyklopädie der Möglichkeiten.

So wie Philipp Blom in seinem wunderbaren, überaus gelehrten Buch zu "der Enzyklopädie" (Philipp Blom, Das vernünftige Ungeheuer. Diderot, d’Alembert, de Jaucourt und die Große Enzyklopädie. Ffm, Eichborn, 2005) das Vorgehen und die Welt der Enzyklopädisten beschreibt, so stellt sich das Werk von Birgit Jürgenssen in seinem enzyklopädischen Ansatz und seiner Vielfältigkeit, welche manchmal als Verlust an Stringenz empfunden wurde, leider erst posthum dar.
Birgit Jürgenssen´s literarisches Denken, ihr Rückgriff auf Heroen der Literatur von Flaubert, Rimbaud, Baudelaire, Nerval, Mallarmé über Lewis Carroll bis Italo Calvino, nicht zu vergessen die gesamte surrealistische Literatur, offenbart sich vor allem in ihren noch unveröffentlichten Tage- und Werkbüchern. „Es war für mich unmöglich zu zeichnen ohne ein Stück Literatur im Kopf zu haben,” so Birgit Jürgenssen. Literatur ist Erinnern.
 
 
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Galerie Winter
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