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Second Life. Upcycling Glasdesign aus Finnland
30.09.2013 19:00h
Wagner:Werk
Second Life. Upcycling Glasdesign aus Finnland
Fotocredits: Ausstellungssujet SECOND LIFE. Upcyclingglasdesign aus Finnland unter Verwendung der Objekte "Lichtkegel (Valokeilat)" Design Jan Torstensson 2010, Gestaltung Florian Hauptmann, Courtesy WAGNER:WERK Museum
 
Im Rahmen seines Schwerpunktprogramms Design zeigt das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse vom 1. Oktober bis 8. November 2013 die Ausstellung SECOND LIFE. UPCYCLINGGLASDESIGN AUS FINNLAND, die in Zusammenarbeit mit dem Glasmuseum in Riihimäki entstanden ist. Die präsentierten Glasarbeiten der finnischen Designer Jan Torstensson (*1953) und Jukka Isotalo (*1962) zeigen deutlich, welche Spuren sich durch die ökologischen und ökonomischen Debatten in den letzten Jahrzehnten in die Material-Anschauung eingeschrieben haben. Re-Design und Recycling sind (überlebens)not-wendige Schritte in eine Zukunft, von der noch sehr ungewiss ist, wie sie aussehen und mit welchen Materialien sie leben wird.

Auf die Designer und Designerinnen, die das finnische Glasdesign in den 1950er Jahren zu Weltruhm geführt hatten, folgte eine junge Generation, die vor der Aufgabe stand das anspruchsvolle Erbe der finnischen Weltstars wie u.a. von Alvar Aalto und Tapio Wirkkala anzutreten. Diese junge Generation verbindet eine tief verwurzelte ökologische Sichtweise und ein starkes individuelles Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft unseres Planeten. In den 1960er Jahren entstand in den USA die ‚Studioglasbewegung’, welche ein Ausdruck individueller beruflicher und künstlerischer Freiheit war, da die Werke nun in kleinen Studios selbsthergestellt wurden. Jan Torstensson und Jukka Isotalo haben das Recycling von Glas zur Grundlage ihrer Designs gemacht.

Jan Torstenssons Glasarbeiten
Jan Torstensson, von Beruf ursprünglich Maschinenbauer, absolvierte eine dreijährige professionelle Ausbildung zum Glasbläser. Nach dem Umzug der Familie nach Westfinnland wurde das Hobby der Glasmacherei zum Beruf und Berufung. Er begann sein eigenes technisches Equipment zu planen und zu bauen, um energiesparend und umweltfreundlich zu fertigen. Die ersten Objekte waren traditionell geblasene Gläser und seit 2005 entwickelte er Produkte aus Abfallglas in kleinen Serien. Als Hauptrohstofflieferanten konnte er den Flughafen Helsinki-Vantaa gewinnen, von wo er ausgediente Flaschen bezog und für die Fertigung von Trinkgläsern verwendete. 2009 wurde er für seine Entwürfe sowie für seine Material und Energie sparenden Fertigungsmethoden in Finnland ausgezeichnet.

Jukka Isotalos Glasarbeiten
Jukka Isotalo fand seinen Weg zum neuartigen Glasdesign auf völlig andere Weise. Ursprünglich studierte Isotalo an der Universität Helsinki Theaterwissenschaft, wechselte aber 1987 an die Universität für Kunst und Design (heute Aalto-Universität) Helsinki und studierte dort Industriedesign. Ein Semester besuchte er ebenso das Stockholmer Konstfackskolan und ein weiteres verbrachte er in der renommierten schwedischen Glashütte Orrefors. Während dieses Auslandsaufenthalts entstanden die ersten Produkte. Aus den Resten einer Studentenparty – leeren Weinflaschen – entwickelte er seine Geschäftsidee. Isotalo gab diesen Flaschen mit sogenannten kalten Techniken, also ohne die Gläser zu erwärmen, ein neues Äußeres und Funktion. 1998 gründete er seine eigene Firma Evolum AG. Seither fertigt er eine Vielzahl unterschiedlicher Gebrauchsgläser, die alle aus Altglas entstehen. 2003 wurde Jukka Isotalo zum Kunsthandwerker des Jahres gewählt. Zu seinen Auftraggebern zählen die Stadt Helsinki, das finnische Umweltministerium, Großunternehmen und internationale Marken wie z.B. Rolls Royce.
 
 
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Wagner:Werk
Georg Coch-Platz 2
1018,Wien (AUT)
http://www.ottowagner.com

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