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Proben aufs Exempel: Das Leben der Performer
06.03.2013 19:00h
mumok
Proben aufs Exempel: Das Leben der Performer
Fotocredits: George Kuchar: I, An Actress
Filmprogramm:

George Kuchar, I, an Actress, 1977, 9 min
Maya Schweizer, Before the Rehearsal, 2009, 16 min
Yvonne Rainer, Lives of Performers, 1972, 90 min

Vorgestellt von Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm, anschließend Gespräch mit Maya Schweizer.

Trotz der Popularität, die das Format der Probe an den Schnittstellen von Film, Theater, Musik und bildender Kunst erfährt, hat es im Kunstdiskurs bislang kaum Berücksichtigung gefunden. Vor diesem Hintergrund dient die Film- und Veranstaltungsreihe Proben aufs Exempel der Auseinandersetzung mit der Rolle und Funktion, die der Probe als Darstellungs- und Reflexionsmedium künstlerischer Arbeits- und Produktionsprozesse zukommt. Nicht das vollendete Werk, sondern die reflexive Inszenierung der zu seiner Herstellung und Rezeption erforderlichen Mittel steht dabei im Vordergrund. Kuratiert von Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm.

Im Auftakt von Proben aufs Exempel geht es um die Wechselbeziehung zwischen Wahrnehmung und wahrgenommen werden innerhalb eines Modells der Probe als künstlerisches Genre und zugleich Metapher für gesellschaftliche Rollenbeziehungen. Yvonne Rainers ikonischer Erstlingsfilm Lives of Performers stellt dabei Ausgangs- und Fluchtpunkt dar, zumal die Ununterscheidbarkeit von Proben- und Aufführungsprozess sowie des Lebens vor und hinter der Kamera im Zentrum stehen. I, An Actress entstand während eines Schauspiel-Workshops und verdichtet das Verhältnis zwischen Regie und Schauspiel, indem George Kuchars Inszenierung das Melodram in eine Farce verwandelt: „Bad Acting“ als die Wahrheit des Scripts. Maya Schweizers Dokumentation Before the Rehearsal beobachtet Mitglieder der Comedygruppe Slow Children Crossing (Los Angeles) beim Einstudieren eines Sketches und der daran anschließenden Reflexion über Strategien der Selbstvermarktung. Dabei wird demonstriert, dass die Erprobung von Rollenmodellen nicht (mehr) im „wirklichen“ Leben, sondern (längst) in den kommerziellen Medien stattfindet.

Maya Schweizer lebt in Berlin. Ausstellungen (Auswahl): Edith Seeshow’s Notes, Kunstverein Langenhagen, Langenhagen (2013); Die Stadt, die es nicht gibt, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen (2012); La même histoire ailleurs, Westfälischer Kunstverein, Münster (2010).

Tickets € 6.- / erm. € 4,50
 
 
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mumok
Museumsplatz 1
1070,Wien (AUT)
http://www.mumok.at/

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