Erased Images of a Work About Historical Erasure

Mittwoch, 06. Juli 2022 - 19:00 Uhr

Hinterland

An Installation by Bita Razavi

Erased Images of a Work About Historical Erasure deals with erased parts of Bita Razavi’s installation currently displayed at the Estonian pavilion at the 59th Venice Biennale.

“This series of archival photographs of destroyed landscapes in Dutch East Indies document conditions of colonial extraction of labor and soil due to overexploitation of natural resources. These images were supposed to be the central part of my kinetic sculpture called Kratt-Diabolo Nº 3 displayed at the Estonian pavilion. But they were removed from my installation without my consent resulting in the exhibition of an incomplete work.”

By presenting the erased images of her installation in a traveling exhibition starting from her hometown Tehran, Razavi attempts to shed light on the complexities that emerge when European colonial history is narrated solely from the European perspective and in the European context and the tendency to erase or highlight specific aspects. Razavi aims to address the existing power structures in the art world which enables such erasures and argues that these structures are comparable to the ones addressed and criticized by the art world.

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Erased Images of a Work About Historical Erasure beschäftigt sich mit einem entfernten Teil von Bita Razavis Installation, die derzeit im Pavillon von Estland auf der 59. Biennale in Venedig gezeigt wird.

„Diese Serie von Archivaufnahmen zerstörter Landschaften in Niederländisch-Ostindien dokumentiert die Bedingungen der kolonialen Ausbeutung von Arbeitskräften und Boden durch Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Diese Bilder sollten den zentralen Teil meiner kinetischen Skulptur Kratt-Diabolo Nº 3 bilden. Jedoch wurden sie ohne meine Zustimmung aus der Installation entfernt, was zur Ausstellung eines unvollständigen Werks führte.“

Indem sie die ausgelöschten Bilder ihrer Installation in einer Wanderausstellung präsentiert, die in ihrer Heimatstadt Teheran beginnt, versucht Razavi, die Komplexität zu beleuchten, die entsteht, wenn europäische Kolonialgeschichte ausschließlich aus der europäischen Perspektive und im europäischen Kontext erzählt wird. Ebenso kritisiert sie die Tendenz, bestimmte Aspekte auszulöschen oder eben hervorzuheben. Razavi will die bestehenden Machtstrukturen in der Kunstwelt ansprechen, die solche Auslöschungen ermöglichen. Sie argumentiert, dass diese Strukturen mit denen vergleichbar sind, die von der Kunstwelt angesprochen und kritisiert werden.

Termin

eSeLs Neugierde
Eröffnung, Installation, Biennale, Estland-Pavillon, Raubbau, Kolonialismus, Bita Razavi
Mittwoch, 06.07. 19:00
bis Samstag, 30.07.
Hinterland
Krongasse 20
1050 Wien
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