Ines Doujak: Geistervölker

Donnerstag, 30. September 2021 - 19:00 Uhr

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Ines Doujak, Geistervölker (2021), Courtesy die Künstlerin Ines Doujak, Geistervölker (2021), Courtesy die Künstlerin
Eröffnung

Ab 19 Uhr seid ihr herzlich in der Kunsthalle Wien Museumsquartier willkommen.
Begrüßung durch What, How & for Whom / WHW (Ivet Ćurlin, Nataša Ilić & Sabina Sabolović)
20 Uhr Live-Performance IMPFSTOFFE

Der Eintritt ist frei

Es gilt die 3G Regel, außerdem ist eine Registrierung am Abend vorgeschrieben.

Die in Wien lebende Künstlerin Ines Doujak hat eine multidisziplinäre Praxis entwickelt, die Fotografie, Performance, Film und Installation umfasst. Sie arbeitet einerseits mit Elementen der politischen Theorie und Ideengeschichte, andererseits mit natürlichen und von Menschen geschaffenen Objekten, um die politischen Implikationen von sexistischen und rassistischen Stereotypen zu dekonstruieren. Ihr Schaffen zeichnet sich durch akribische Recherche aus und greift auf Traditionen von Karneval und Maskerade sowie andere Motive aus der Kulturgeschichte zurück, um ausbeuterische Strukturen und Ungleichheiten in der Gesellschaft aufzudecken, die oftmals im Zusammenhang mit der Kolonialgeschichte stehen.

Die Ausstellung widmet sich Doujaks gesamtem, mehr als drei Jahrzehnte umspannendem künstlerischen Schaffen – mittels mehrerer Betrachtungsansätze, welche die Kontinuitäten, Konstanten und die Integrität ihrer feministischen Kunstpraxis aufzeigen. In ihrer Arbeit begegnet man vielfach einem Rand und einem Zentrum: Ihre Untersuchungen sind im Wortsinn „exzentrisch“, in ihrer räumlichen wie zeitlichen Bewegung weg von der Mitte.

Doujak setzt sich in ihrer Ausstellung mit der Ausbeutung der Erde auseinander, die – mit der Zielsetzung, Kapital anzuhäufen – kein Grenzen kennt. Durch Denkfiguren wie die des Keimens und Kultivierens von Viren, der Samen und einer Dialektik der Hoffnung verknüpft die Künstlerin die Dynamiken einer gleichzeitig ökonomischen, mikrobiologischen und ökologischen Krise. Seit Jahren beschäftigt sie sich in ihren Arbeiten mit erkrankten menschlichen Körpern im Verhältnis zu Flora und Fauna sowie der drohenden Gefahr von Pandemien. Mit dieser Ausstellung setzt Ines Doujak ihr Arbeiten als Künstlerin, aber auch als Archivarin, Forscherin und Sammlerin fort. Solche Bemühungen erfordern Zeit, und die Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich ebenjene Zeit zu nehmen, den Verbindungen zwischen diesen Tätigkeiten nachzugehen.


20 Uhr
Performance
Gemeinsames anhören, unterhalten und trinken

Performer*innen: Wientaler Dreigesang (Christine Gnigler, Lorina Vallaster, Joachim Rigler), John Barker, Fergus Fettes, Yeeun Namkoong

IMPFSTOFFE ist Teil von Transmission: A series of five Podcasts on Disease and Pandemics in a Distorted World (2021), eine Podcast Serie von Ines Doujak in Zusammenarbeit mit John Barker über die Geschichte von Pandemien.

Das Frettchen und der*die Gefangene spielen eine unbeliebte Rolle, und der Sieg wird zu Unrecht verkündet. Armeen in aller Welt sehen Biowaffen und Bioverteidigung, doch das Virus – entstanden in Landschaften, die aus dem Gleichgewicht gebracht wurden, und befördert durch einen entfesselten Handel – kennt keine Grenzen. Die Versprechung von Impfstoffen treibt die Aktienmärkte an und gelobt, dass wir unsere Lebensweise nicht verändern müssen.

Termin

eSeLs Neugierde
Eröffnung, Fotografie, Performance, Film, Installation, Ines Doujak
Donnerstag, 30.09. 19:00
bis Sonntag, 16.01.2022
Kunsthalle Wien Museumsquartier
Museumsplatz 1
1070 Wien
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