Sagt man eigentlich noch Indianer

Freitag, 15. Oktober 2021 - 20:00 Uhr

Volkskundemuseum Wien

Barbara Gassner Barbara Gassner
Barbara Gassner
Performance

Bleibt man für immer das Kind seiner Herkunft? Warum erscheint uns die Projektion auf das Fremde verheißungsvoll und warum fällt es uns im Alltag schwer, neue Wege zu beschreiten? Kann man sich fremde Bräuche aneignen, kann man eigene erfinden, und wo gehört man dann dazu? Die Projektion auf fremde Kulturen erscheint uns oft als eine ferne Erinnerung. In Zeiten der Political Correctness wissen wir, was wir wann wie benennen müssen, aber erleichtert es die Annäherung?

Das Team um Barbara Gassner, das bereits 2017/18 mit der Produktion Die andere Hälfte des Himmels im Volkskundemuseum Wien zu Gast war, setzt sich erneut mit dem Thema Herkunft auseinander.

Die Biografien zweier Großtanten, die in den 1920er Jahren mittellos nach Wien gegangen sind, dienen als Einstiegshilfe in den Kosmos des Fremdseins. Ein paar wenige Fotos sind es, die uns zur Verfügung stehen. Fotos, auf denen zwei junge Frauen bereits versuchen, einem Bild zu entsprechen, das noch in ihrer Zukunft liegt: Sie blicken keck und hoffnungsvoll in die Kamera, sie nehmen Posen ihrer Zeit ein. Sie sind auf den ersten Blick elegant gekleidet, und haben das enge Tal in den Bergen hinter sich gelassen. Sie sind bereit für ‚das Neue‘.

Sagt man eigentlich noch Indianer hat die Sehnsucht nach dem Selbstverständnis vom Angebundensein ans Alte und gleichzeitiger Offenheit für das Neue zum Inhalt. Und es geht um die Sehnsucht, das Fremde in sich zu verorten, aber nie nur im Anderen.

Termin

Tauben Loge
Performance, Barbara Gassner
Freitag, 15.10. 20:00
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19
1080 Wien
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