Wachau / Traum.Land

Freitag, 15. Mai 2020 - 19:00 Uhr

Landesgalerie Niederösterreich

Thomas Ender, Blick auf Stift Melk, 1841 © Landessammlungen NÖ Thomas Ender, Blick auf Stift Melk, 1841 © Landessammlungen NÖ
Wachau – Die Entdeckung eines Welterbes
16 05 2020 06 03 2022

2020 feiert die Wachau ihr zwanzigjähriges Jubiläum als Weltkulturerbe-Region. Aus diesem Anlass zeigt eine umfassende Schau, welchen Beitrag Künstler/innen zur Herausbildung des heutigen Welterbes geleistet haben. Maler/innen, Zeichner/innen wie auch Fotograf/innen feierten in ihren Werken nicht nur die malerischen Qualitäten dieses Landstrichs, sie traten für den Schutz der Landschaft ein und schufen damit ein Bewusstsein für den ererbten Schatz.

Schon im frühen 19. Jahrhundert fingen Landschaftsmaler/innen die Wachau ein. In den 1870er-Jahren wurde die Wachau von Künstlern wie Robert Russ, Emil Jakob Schindler und Eduard Peithner von Lichtenfels erneut zur Studiengegend auserkoren. Daneben zog es zahlreiche andere Künstler/innen wie Tina Blau oder Olga Wisinger-Florian hierher. Nicht zuletzt waren es aber auch Künstler/innen der klassischen Moderne wie Anton Faistauer, Oskar Laske oder Franz von Zülow, die dazu beitrugen, die Wachau in unserem Bewusstsein zu verankern.

Die Ausstellung umfasst rund 150 Jahre, vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, und präsentiert knapp 500 Werke, in erster Linie Schätze aus den Landessammlungen Niederösterreich, darunter „Ikonen“ der Wachau-Malerei.

Kurator: Wolfgang Krug


Michael Goldgruber
Traum.Land
16 05 2020 18 10 2020

Die Foto- und Filmarbeiten von Michael Goldgruber umkreisen den Menschen und seinen Blick auf die Natur, seinen Gang in die Landschaft. Als Wanderer und Bergsteiger, als Forscher und Künstler untersucht Goldgruber, wie sich der Mensch einen Kulturraum schafft. In der Ausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich setzt sich der Künstler vor allem mit der niederösterreichischen Natur- und Kulturlandschaft auseinander. Dafür entstehen auch zahlreiche neue Arbeiten.

So faszinieren Goldgruber die „Restmodule“ sogenannter Wildnis, wie sie es in Niederösterreich noch gibt – wie etwa das Gebiet Dürrenstein, insbesondere aber auch die Übergansgebiete von der Wildnis zur Kulturlandschaft. Diese möchte Goldgruber jenseits eines touristischen Blicks erkunden. Am Beispiel der Gebirgszüge Rax, Ötscher und den Yppsitzer Alpen umkreist er das Spannungsfeld rund um klischeehaft transportierte Begriffe wie Ursprünglichkeit, Urtümlichkeit und Urlandschaft mit fotografischen und filmischen Arbeiten. In diesem Kontext interessiert ihn auch der Wolf als Modell des wilden Tieres, der in unseren Breiten wieder heimisch wird.

Der Blick des Künstlers ist nicht der des Umweltaktivisten oder Gesellschaftskritikers, der Umweltsünden, Medialisierung oder wirtschaftliche Nutzung von Natur mit erhobenem Zeigefinger anprangert. Es ist aber auch nicht der kritiklose, naive Blick eines unbedarften Wanderers, sondern vielmehr der geschärfte Blick eines leidenschaftlichen Naturmenschen und Beobachters. Goldgruber möchte uns sensibilisieren, darüber nachzudenken, wie nachhaltig Naturräume eine kulturelle Prägung erfahren, wie vielfältig landschaftliche Kulturräume heute sein können.

Kurator: Günther Oberhollenzer

Termin

nicht in Wien
Weltkulturerbe, Jubiläum, Landessammlungen NÖ, Michael Goldgruber, Fotografie, Film
Freitag, 15.05. 19:00
bis Freitag, 06.05.2022
Landesgalerie Niederösterreich
Museumsplatz 1
3500 Krems
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