Ingeborg Strobl / Steve Reinke

Donnerstag, 05. März 2020 - 19:00 Uhr

mumok

Ingeborg Strobl Das Nashorn und die Elektrizität, 1971 Ölkreide, Bleistift auf Papier / oil chalk, pen on paper mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien, 2019 Photo: © mumok Ingeborg Strobl Das Nashorn und die Elektrizität, 1971 Ölkreide, Bleistift auf Papier / oil chalk, pen on paper mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien, 2019 Photo: © mumok
Das mumok lädt bei freiem Eintritt zur Eröffnung der Ausstellungen:

▪️ Gelebt
Ingeborg Strobl
und
▪️ Butter
Steve Reinke

Begrüßung
▪️ Karola Kraus (Generaldirektorin, mumok)

Zu den Ausstellungen
▪️ Rainer Fuchs (Kurator, mumok)
▪️ Manuela Ammer (Kuratorin, mumok)


Ingeborg Strobl
Gelebt

Ingeborg Strobls Arbeit steht in der Tradition konzeptueller und medienübergreifender Kunst. In ihren Objekten, Installationen, Collagen, Malereien, Fotografien, Filmen und Publikationen nehmen Natur- und Tiermotive als Spiegelbilder des Gesellschaftlichen eine zentrale Rolle ein. Auch zeigt sich in ihrem Werk eine Vorliebe für das Randständige, Verborgene, das allzu leicht Übersehene oder Verdrängte sowie eine damit verknüpfte Abneigung gegen Produktions- und Konsumwahn. Die Beachtung und Wertschätzung des Peripheren und Flüchtigen spiegelt sich auch in der medialen Ausrichtung des Werks wider. Drucksorten wie Publikationen, Plakate und Einladungskarten sind selbst künstlerisch gestaltete Werkkomponenten.

Strobl hat dem mumok ihr Archiv mit zahlreichen Werken und Drucksorten als Schenkung überlassen. Diese Archivalien bilden den Kern der Retrospektive, die noch gemeinsam mit der Künstlerin – vor deren Tod im April 2017 – konzipiert wurde und einen repräsentativen Einblick in ihr umfangreiches Oeuvre gibt.


Steve Reinke
Butter

„My work wants me dead, I know. It is all it ever talks about“, schreibt Steve Reinke in einem Briefwechsel anlässlich seiner Ausstellung im mumok. Tod und Leben, Empathie und Grausamkeit, Sex und Intimität – es sind die „großen“ Fragen, die den Künstler (geb. 1963 in Eganville, Kanada; lebt in Chicago, USA) in seiner Arbeit beschäftigen. In bester nietzscheanischer Manier betrachtet Reinke den Menschen allerdings nicht als politisches oder moralisches Wesen, sondern als Spielball mikro-biotischer Agenden: Anstelle eines freudianischen Ichs oder Es bestimmen in seinen Videos Bakterien, Plazenta und Plankton den Lauf der Welt, und „Kultur“ beschreibt nicht humanistische Exzellenz, sondern Leben aus der Petrischale. In seiner ersten musealen Einzelpräsentation zeigt Reinke seine neue Videoarbeit An Arrow Pointing to a Hole sowie eine Auswahl sinistrer Textbilder und gedankenverlorener Stickereien, die auf paradox präzise Weise von Kontrollverlust, Formlosigkeit und Selbstverges-senheit erzählen.

Termin

eSeLs Neugierde
Retrospektive, transmediale Kunst, Textbild, Stickerei
Donnerstag, 05.03. 19:00
bis Sonntag, 26.07.
mumok
Museumsplatz 1
1070 Wien
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