SammlungsLab #5: Vorarlberg – Ein Generationendialog

Mittwoch, 04. Dezember 2019 - 19:00 Uhr

Architekturzentrum Wien

Bernardo Bader, Haus am Moor, Krumbach, Vorarlberg, AT, 2013 © Architekturzentrum Wien Bernardo Bader, Haus am Moor, Krumbach, Vorarlberg, AT, 2013 © Architekturzentrum Wien
Eröffnung & Podiumsdiskussion
Vorarlberg – Ein Phänomen?
im Rahmen der Ausstellung: Vorarlberg. Ein Ge­ne­ra­ti­onen­dialog
Eintritt frei

Im Jahr 2000 bezeichnete das internationale Magazin Wallpaper Vorarlberg als „the most progressive part of the planet when it comes to new architecture. […] The hills are alive with outstanding architecture“.

Fast 20 Jahre später möchten wir die Auswirkungen dieses Hypes diskutieren: Ist das baukulturelle Erbe noch Inspiration oder ist es gar zur Last geworden? Wie hat sich das kulturelle und gesellschaftspolitische Umfeld verändert und was von den damaligen Ansätzen scheint überholt, was ist aktueller denn je? Mit welchen neuen Herausforderungen ist die heutige Generation konfrontiert?

Am Podium begrüßen wir eine Reihe von Expert*innen des Bau- und Kulturgeschehens im westlichsten Bundesland Österreichs sowie eine Schriftstellerin, die in einem Haus von Rudolf Wäger aufgewachsen ist und von ihrem ganz persönlichen Bezug zur Vorarlberger Baukunst erzählen wird.

Begrüßung:
Angelika Fitz, Direktorin Az W
Clemens Quirin, vai

Einleitung:
Sonja Pisarik, Kuratorin Az W

Gäste:
Marina Hämmerle, Baukulturexpertin
Ingrid Holzschuh, Architekturhistorikerin
Otto Kapfinger, Architekturhistoriker
Doris Knecht, Schriftstellerin und Kolumnistin

Moderation: Franziska Leeb



Experimentierfreudige Bauherr*innen, wegweisende Architekt*innen, ein liberales Baurecht und eine offene Bevölkerung sind dafür verantwortlich, dass im Ländle seit fünf Jahrzehnten eine ganz besondere Dichte an interessanter Architektur entsteht.

Als eine „Synthese von konstruktiver und räumlicher Vernunft“ bezeichnete Friedrich Achleitner das Werk von Hans Purin, einem Mitbegründer der „Vorarlberger Baukünstler“ in den 1960er Jahren. Seit damals gilt Vorarlberg als Vorzeigeregion, wenn es um ressourcenschonende und formal schlüssige Architektur geht. Eine Insel der Seligen ist aber auch das westlichste Bundesland nicht mehr. „Schaffa, schaffa, Hüsle baua“ war lange Zeit Programm für die Bevölkerung. Neben vereinzelten Versuchen, verdichtetes Wohnen durchzusetzen, entstanden viele Einfamilienhäuser – augenzwinkernd als „Holzkisten in der Landschaft“ bezeichnet. Mit Blick auf die voranschreitende Zersiedelung stellt sich auch hier die Frage nach der Zukunft eines nachhaltigen Bauens.

Im fünften SammlungsLab zeigen wir Highlights der Baukünstler Hans Purin, Rudolf Wäger, Gunter Wratzfeld und der Architektengemeinschaft C4 aus der Sammlung des Az W und stellen diese in Bezug zu Werken von jüngeren Generationen Vorarlberger Architekt*innen: ARTEC Architekten, Bernardo Bader, Cukrowicz Nachbaur, Matthias Hein, Helena Weber. Den Generationendialog nehmen wir wörtlich und bitten „Alt“ und „Jung“ zu Gesprächen über prägende Bauten und Protagonist*innen. Wo liegen und lagen die Stärken der Architektur in Vorarlberg, wo die blinden Flecken? Welche Einsichten aus den 1960er Jahren haben bis heute nicht an Aktualität verloren?

Die Ausstellung wird ab 13.03.2020 im vai, Vorarlberger Architektur Institut gezeigt.

Kuratorin: Sonja Pisarik, Az W (Mitarbeit: Katrin Stingl, Az W)

Gestaltung: Robert Rüf

Termin

Ameisen Urbanismus
Eröffnung, Podiumsdiskussion, Vorarlberg, Architektur
Mittwoch, 04.12.2019 19:00
bis Montag, 10.02.
Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien
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