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Samstag, 18.6.2011
GAZEBO Eröffnungen: 26.06. - 18h - Kommunikatorator & Geisterhäuschen
GAZEBO Eröffnungen: 26.06. - 18h - Kommunikatorator & Geisterhäuschen

eSeL GAZEBO lädt zu zwei Eröffnungen im öffentlichen Raum:

Datum: Sonntag, 26. Juni 2011, ab 18h

Ort: Vorplatz des WerkzeugH Schönbruner Strasse 61 / Ecke Grohgasse 1050 Wien

raumzeug: Kommunikatorator
Judith Fischer: GEISTERHÄUSCHEN

Beginn: 18.00 Uhr
Es gibt ein Gratisbuffet.


raumzeug: KOMMUNIKATORATOR

Als Sieger des offenen GAZEBO-Wettbewerbs zur Vorplatzgestaltung des WerkzeugH lädt die Kunstgruppe raumzeug mit ihrer Installation „Kommunikatorator“ von Juli bis September 2011, den öffentlichen Raumes als Kommunikationsort zu nutzen und regt zum Austausch an.

Der Kommunikatorator ist eine temporäre hölzerne Dreiecks-Installation, die in ihrer Form den spitzen Vorplatz des werkzeugH zitiert und Kommunikationshandlungen initiiert.

Das Potenzial des Ortes als spontaner Begegnungsort oder gewollter Treffpunkt wird hier entsprechend der Raumphilosophie der Kunstgruppe sichtbar und in inszenierten Kommunikations-Abstufungen erfahrbar gemacht.

„Kommunikation hilft!“ Gemäß diesem Vorsatz erschließt sich die temporäre Installation dem Passanten und eröffnet im Nexus des spielerischen, kommunikativen Herantastens dialogische und monologische Dimensionen. Der Kommunikatorator fungiert als Transmitter und lädt zur aktiven und schrittweisen Überwindung kommunikativer Distanzzonen ein.

___raumzeug:

raumzeug wurde 2008 von Felix Lüdicke und Korbinian Lechner in Wien gegründet. Seit ihrem gemeinsamen Landschaftsarchitektur- Studium an der TU München entwickelt raumzeug von Wien und München aus Projekte im und für den öffentlichen Raum.

raumzeug beschäftigt sich mit dem Aufspüren, Analysieren und Bespielen von öffentlichen Freiräumen. Aus der Analyse des Ortes generiert sich ein inhaltliches, räumliches und soziales Konzept. Der Analyse wird im Entwurf eine humorvolle Leichtigkeit gegenübergestellt. Das Moment der Willkür wird dabei zum Impuls in der analytischen Planung des Ingenieurs.

Judith Fischer: GEISTERHÄUSCHEN

Judith Fischer eröffnet parallel die öffentliche Auseinandersetzung mit ihrer dokumentarischen Fotoreihe „GEISTERHÄUSCHEN“. Sujets von ausgewählten (Vogel)Häuschen, die 2011 in Österreich aufgenommen wurden, werden von der Künstlerin als europäische Varianten der thailändischen spirit houses neu kontextualisiert, auf der Rückseite der Holzhütte des WerkzeugH-Vorplatzes angebracht und regelmäßig getauscht:

Spirit houses werden in ihrer ursprünglichen Bedeutung zur „Labung und Befriedung“ von Naturgeistern an Stellen aufgestellt, an denen ein Gebäude errichtet worden ist. Fischers „GEISTERHÄUSCHEN“ sind durch überraschende architektonische Details sowie Gebrauchsspuren gekennzeichnet, welche die Ambivalenz von Veränderung und die fragile Beständigkeit des Objekts widerspiegeln, auf das zeitliche, örtliche und funktional-geprägte Einflüsse wirken und darin residieren.

Diesem Veränderungsprozess werden nun wiederum diese Fotografien im Rahmen von GAZEBO ausgesetzt. Als „HÄUSCHEN auf dem Häuschen“ der GAZEBO-Holzhütte erweitert die Künstlerin den Veränderungs- und Umdeutungsprozess durch die Auseinandersetzung eines Zufallspublikums mit den wechselnden Abbildern und deren Bedeutungszuweisungen.

__Judith Fischer Judith Fischers Schaffen bewegt sich im Kontext von Literatur, Philosophie, Film und visueller Kunst. Dabei stellt die Veränderungsmetapher eine immer wiederkehrende Thematik in der Arbeit der Künstlerin, Schriftstellerin, Theoretikerin und Kuratorin dar. Seit Beginn der 1990er Jahre befasst sie sich künstlerisch und konzeptuell mit dem Genre des Horrorfilms – in deren Rahmen die Reihe „Haunted Houses“ entsteht. Ausstellungen, Projekte, Konzepte u.a. „Schwellenwesen/liminal creatures“, ABWESEND“, „i am disappearing inch for inch into this house“ und „VAMPIRIC“. Zahlreiche Kunst-Residencies u.a. Akademie Schloss Solitude (Stuttgart/Berlin), Künstlerhaus Büchsenhausen (Innsbruck), Malo (Italien).

Die Künstlerin studierte Philosophie und Publizistik an der Universität Wien und der Hochschule für angewandte Kunst. Postgraduate Studies (Art Theory) an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht(NL) und am Bauhaus Dessau Kolleg (Art in Public Space). Zur Zeit Doktorat der Philosophie am Institut für Kunst und Kulturwissenschaften an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ihr Künstlerbuch „SOME: women houses phantoms“ ist 2010 im Verlag schlebrügge editor erschienen.

eSeL GAZEBO. Galerie für öffentliche Räume

Als Galerie für öffentliche Räume wirkt GAZEBO als Impulsgeber für künstlerische Aktivitäten im öffentlichen Stadtraum, als aktiver Kommunikationskatalysator und sozialer Treffpunkt für KünstlerInnen und AnrainerInnen, sowie als öffentliche Schnittstelle zum Kunstfeld ebenso wie zu Medien-Öffentlichkeiten im Internet.

Kontakt & Rückfragen:Marianne „Zebra“ Fobel Tel: 0680 3252 617 Email: zebra@esel.at

Weitere Informationen:

 


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