Hannes Mlenek. Das Floß der Medusa

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Das Künstlerhaus zeigt einen Einblick in das vielfältige Schaffen von Hannes Mlenek. Großformatige malerische und zeichnerische Arbeiten werden dem “Medusa”-Projekt gegenübergestellt, das Mlenek mit dem Performancekünstler und Choreografen Bert Gstettner in der Brotfabrik-Expedithalle und dem Odeon-Theater in Wien sowie dem Ailey Citigroup Theater in New York umgesetzt hat (2015–2018).
Das Gemälde “Das Floß der Medusa” (1819) von Théodore Géricault diente Mlenek als Inspiration, um sich mit dem Thema Flucht und dem Bild von Geflohenen auseinanderzusetzen. Ein weiteres Thema war die Gewalt, insbesondere gegenüber Frauen: In einem performativen Akt schüttete Mlenek im Ausstellungsraum blaue Farbe – Tränen gleich – über ein Medusa-Bild.
Hannes Mlenek ist ein malender Zeichner und zeichnender Maler und ein Meister seines Fachs. Die Linie ist das durchgängige Stilmittel seiner Bildschöpfungen, der menschliche Körper das zentrale Thema. Die Werke stehen im Spannungsfeld einer körperhaften Malerei und einer gestisch-abstrakten Linienführung. Mit expressiv-kraftvollem Ausdruck zeichnet er schemenhafte, fragmentierte Körperformen, die gekonnt den Grenzbereich zwischen Figuration und Abstraktion ausloten. Seinen eigenen Körper nimmt er stets als Medium wahr. Mit klarer, reduzierter Farbgebung interpretiert er zwischenmenschliche Beziehungen ebenso wie Energieimpulse oder Bewegungen im Raum. „Ich mache nur Männerkörper, weil ich mit meinem Körper machen kann, was ich will, weil ich ihn verzeichnen, zerstören kann“, so der Künstler.
Alle Werke stammen aus der Sammlung Werner Trenker.