Boxen: ist das etwas für Frauen?
Ist Boxen etwas für Roma?
Ist Boxen etwas für Roma-Frauen?
In Ungarn werden Roma und Sinti nicht akzeptiert:
Was passiert, wenn eine Zigeunerin den Ungarischen Meistertitel im Boxen holen möchte?
Demokratie die keine ist und ein Frau in einer Männerdomäne.
Arbeitscamps die an KZs erinnern.
In kleinen Ungarischen Dörfern sind Soldaten und Polizisten immer präsent.
Was bedeutet das alles?
Sind die Zeiten der Verfolgung zurück?
Johann Rukeli Trollmann - deutscher Boxmeister - hat schon 1942
das Gleiche erlebt.
Wiederholt sich sein Schicksal?
„Gipsy stop dancing“ ist das erste Projekt des von den Schauspielerinnen Sandra Selimovic und Simonida Jovanovic gegründeten Theatervereins
Romano Svato (= Sprache/Zunge der Roma),
der sich auch in Zukunft auf künstlerischer Ebene und mit politischen Engagement mit den Themenkreisen Volksgruppen und Minderheiten auseinander setzen wird.
Im Rahmen des Theaterabends werden unterschiedliche Ebenen, der Verfolgung von Roma und Sinti, und Diskriminierungen transparent gemacht, aber auch individuelle Zugänge und Lösungen damit gezeigt. Im Zentrum der Handlung steht eine junge Frau von Heute, die sich als Boxerin nach oben kämpft und damit zum politischen Spielball einer rechtsextremistischen Regierung wird.
Als erfolgreiche, integere Sportlerin und Romni wird sie zu einer Bedrohung weil gerade ihre Volksgruppe als das Böse, Schmutzige, Faule gilt. Die Geschichte der Boxerin wird in memoriam Johann Rukeli Trollmann erzählt, der als deutscher
Sinto - Boxer einer furchtbaren Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt war
und 1944 im KZ Neuengamme umgebracht wurde.