Repétitions/ Samples/Wiederholungen
Wiederholung der Eindrücke, Abdrücke, Fragmente der selben Bewegung.
Das rhythmische Zusammenspiel vergleichbarer Formen kreiert die Wesenheit der Landschaft.
Die Serie Wiederholungen/Samples habe ich nicht nach Photos erarbeitet, sondern nach dem Gedächtnis. Ich komponiere das Bild nach den daraus entstandenen, beziehungsweise hinterlassenen Erinnerungen.
Repräsentative Elemente der Natur in ihrer Vielfalt kopiere ich nicht, sondern extrahiere ein Element daraus, das durch ungenaue, rudimentäre Techniken in seiner Form synthetisiert wird und übertrage es, wie Versatzstücke im Theater, unendlich oft auf das Papier, führe einen natürlichen Rhythmus ein.
Somit kopiere ich nicht die Natur, ich erfinde sie kümmerlich wieder, entarte sie in ihrer Form.
Ich bluffe den Betrachter mit dem verführerischen Effekt der Ähnlichkeit/Gleichförmigkeit. Ich bediene das Klischee und nütze dessen Code in dem rentabelsten Minimalismus aus.
Landschaften, schön geordnet, ohne Identität, die wie ein Ganzes behandelt werden, in dessen Einheit das Detail, die Diversität, stört. Dennoch frei und wild; künstlich von Details unberührte Orte die merkwürdigerweise verführen.
Diese klinischen Repräsentationen, teils ohne Schatten, ohne Horizontlinie oder Fluchtpunkt, scheinen seltsam durchdrungen, wie verschwommene Photos bei denen sich die Phantasie zerstreut.?Die Gefahr liegt nicht in der Form, noch im Inhalt oder Subjekt des Werkes, sondern im Vorgang, diese mit so tückischen Mitteln darzustellen und seine Identität zu vernichten.
Es handelt sich um eine Wiederholung der Abdrücke und Fragmente der selben, immer wiederkehrenden Bewegung.
Benoit Gob, 2011