Self Absorption at the fringe of your hole - Susanne Schuda
Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Eröffnung Ausstellung
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Einleitung: Axel Stockburger
Susanne Schuda verarbeitet Found Footage aus dem Internet und Fotos von sich selbst zu digitalen Collagen, die in dreidimensionale Bildobjekte überführt werden. Die Höhle als Referenz an die Steinzeit wird zum Sinnbild der elementaren Ordnung zwischen den Geschlechtern und des Enviroments. Ein biologisches Urprogramm muss heute mit der Idee der Selbstbestimmung im fortschreitenden Antropozän und dem kollektiven Konsum als Wachstumssicherung konkurrieren.
Die Website www.unsure.be bestätigt die individuelle als auch kollektive Verunsicherung.
Die Jahrzehnte des Wirtschaftswunders waren eine magische, sinnstiftende Phase, die mit ökonomischem Wachstum wohlständiges Glück und sichere Zufriedenheit in die Haushalte brachte. Die Nestwärme der Expansion ermöglichte sogar die Hinterfragung angestammter Ordnungsprinzipien. Doch die Geborgenheit weicht nun der genuinen Unverbindlichkeit der sich selbst regulierenden Märkte und wir stellen uns die Frage, wie gegenwartsnahe Gesellschaften Kannibalismus als zukunftsweisende Form der Arterhaltung mit einem traditionellen Demokratiebegriff verbinden können.
Humor, Ironie und die Auseinandersetzung mit sich selbst sind zentrale Bestandteile der Arbeit von Susanne Schuda. Humor bietet die Gelegenheit einer tabulosen Hinterfragung von Wertesystemen und ermöglicht die Pflege eines ambivalenten Verhältnisses zwischen Utopie und Destruktion, zwischen Einsicht und Beschränktheit.
Susanne Schuda präsentiert neue Collagen, Videos, eine Website und macht einen Haufen ernstgemeinter Witze.