Bernhard Hausegger: or else

Bildende Kunst Kunstausstellung Eröffnung
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bis Freitag 25. Mai
3. April 2012 -
Fr 25. Mai 2012
19:00
Bernhard Hausegger: or else

Der in den frühen 1980er Jahren bei Bruno Gironcoli ausgebildete Bildhauer Bernhard Hausegger akkumuliert vielfältige Versatzstücke, fügt hinzu, verdeckt, zitiert und erzählt. In der Enge des kleinen Atelierraumes drängen die Skulpturen gegen die Begrenztheit des Raumes an. Auf mobilen Sockelkonstruktionen bauen sich die Konstruktionen spiralartig um ihre Armierungen herum auf. Jedes Teil hält in sich die Spannung einer improvisierten Situation, stellt Fragen nach seiner ursprünglichen Verwendung, seines Fundortes, nach Spuren seiner Bearbeitung, Textur und Form oder seiner Bezüge und Verweise. Verarbeitet werden Fundstücke, wie Töpfe Verschalungsrohre, Stühle, Metal- und Holzreste, Gummireifen, Leinwände uvm. In ihrer Gesamtheit verhandeln diese Skulpturen idiosynkratisch die gundlegenden Themen skulpturalen Gestaltens: das Objekt in seiner Objekthaftigkeit, Verhältnis und Funktion von Skulptur und Sockel, die Plastik als Prozess des Hinzufügens, Volumen und Raum oder Material im Verhältnis zu Form und Inhalt. Kunstimmanente Bezüge und Verweise legen nicht zufällig einer Hommage gleich die Spuren zu Kippenberger (Laterne), Oldenburg (Mickey Mouse-Maske) oder Eames (Stuhl).

Der Charme dieser Plastiken liegt in ihrem provisorischen Auftreten und ihren ironisch-humorvollen Anspielungen. Für die Ausstellung Or Else, in der Webster University, transferiert Bernhard Hausegger sie auf ihren flachen beweglichen Podesten wie voll beladene Schiffe in den Ausstellungsraum und nimmt die halbhohe Wandverkleidung seines Ateliers als Einfriedung und Rahmung der Aufstellung gleich mit. Bei höchst ökonomischem Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel und einer unverhohlenen Präsenz der Arbeitsprozesse entwickelt sich ein Sog, der eine Flut von scheinbar zusammenhanglosen Gedankenfetzen wie Treibgut hinter sich herzieht. In den Lücken und Löchern zwischen dem, was ist oder sein kann, entstehen Kombinationen, die in unseren Köpfen jeweils eigene kleine Geschichten zum Besten geben, wie die des kopflosen Vogels, der vor seinem Häuschen sitzend zur Laterne blickt, die Kippenberger wohl in Wien vergessen hat.

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