Agnes Prammer: Young Blood

Bildende Kunst Fotografie Ausstellung Eröffnung
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bis Freitag 29. März
5. Feb. 2013 -
Fr 29. März 2013
19:00
Agnes Prammer: Young Blood

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 5. Februar 2013 um 19 Uhr
Einführung: Elsy Lahner

Agnes Prammer zeigt in der Ausstellung YOUNG BLOOD in der T.K. Lang-Galley neben vier Künstlerbüchern eine Auswahl von Fotografien, die einerseits bei einem Aufenthalt in St. Louis / Missouri, andererseits in Wien entstanden sind.

Für diese Arbeiten posieren Jugendliche und junge Erwachsene. Die Fotos wirken wie aus einer anderen Zeit, nur Details wie Frisuren, Kleidung oder Accessoires lassen darauf schließen, dass sie in der Jetztzeit entstanden seien müssen.

Den Verfremdungseffekt erzielt die Künstlerin mit der sogenannten Kollodium-Nassplattentechnik, einem Verfahren, das zur Zeit des amerikanische Bürgerkrieg entwickelt wurde und noch heute in der Re-enactmentfotografie verwendet wird, um historische Szenen möglichst authentisch nachzustellen. Eine mit einer mit Kollodium präparierte Platte wird noch feucht in die Kamera gebracht und muss nach der Belichtung in einer mobilen Dunkelkammer sofort entwickelt werden.

Prammer lernte das Verfahren in den USA kennen.

Durch die langen, vorab nicht kalkulierbaren Belichtungszeiten (2 Sekunden bis 2 Minuten) gelingen ihren Modellen die Posen, die sie einzunehmen versuchen und die durch medial vermittelte Stereotypen geprägt sind, nicht wirklich, die abgebildeten Personen bleiben eigentümlich präsent.

Auch das Ergebnis der Entwicklung lässt sich aufgrund der selbst angesetzten Chemie und der Laborbedingungen (Prammer entwickelt im Kofferraum ihres Autos oder in einem Kinderwagen) nicht wirklich vorhersehen. Oft sind es gerade die Fehler im Bild, die die eigenartige Aura, die von den Bildern ausgeht, noch steigern. Die Arbeiten bleiben nie ganz fassbar, bei naher Betrachtung scheint sich die fotografische Abbildung fast in eine abstrakte Fläche aufzulösen. Würde die belichtete Schicht berührt werden, wäre das Bild verschwunden.

Prammer evoziert mit den so entstehenden fragilen Unikaten einen beinah anachronistischen Moment des Innehaltens und der Stille, des aus der Zeit Fallens in einer schnelllebigen Gesellschaft, die durch die ständige Reproduktion von Bildern bestimmt ist.

Auch ihre Künstlerbücher, für die sie Bilder und Texte aus unterschiedlichen Serien zu Themen wie Rituale, Außenseiter oder Sexualität in offenen Assoziationsketten kombiniert, setzen sich letztlich mit den Möglichkeiten und Facetten des Selbstentwurfs auseinander.

Sabine Dortschy

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