Gudrun: Value Love Word Cell

Bildende Kunst Eröffnung
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1 Termin im Archiv
bis Mittwoch 14. Jänner
18. Nov. 2014 -
Mi 14. Jän. 2015
19:00
Gudrun: Value Love Word Cell

Neue Arbeiten in der Galerie Steinek, Text von Karla Starecek

Gudrun gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen Österreichs im Bereich der textilen Skulptur. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht der menschliche Körper und seine Schutzhülle, die Haut und ihre Kleidung.

Spiegelneuronen sind Nervenzellen im Gehirn, die allein beim Beobachten einer Tätigkeit so reagieren, als ob man selbst aktiv wäre und die Handlung ausführte. Kinder lernen über Spiegelneuronen, bei Erwachsenen sind sie für unsere Fähigkeit, Empathie zu empfinden, mitverantwortlich. Das Interesse an Biologie zeigte sich bei Gudrun Kampl, die sich neuerdings nur noch Gudrun nennt, bereits Ende der 1980er-Jahre an ihren frühen Organarbeiten während ihres Studiums. Nun ist sie bei der Zelle, der kleinsten Einheit aller Organismen, angelangt.

Unter starker Vergrößerung betrachtet, sind Mikroorganismen, Bakterien und Viren wunderschöne Gebilde, haben regelmäßige, dekorative Formationen, wirken wie kostbarer ornamentaler Schmuck. Aus wissenschaftlichen Büchern holt sich die Künstlerin ihre Inspiration. Silberner Stoff ist das neue Material, in das sich Gudrun mit allen Sinnen verliebt hat: glatt, glänzend, metallisch-kühl, wenn durch den Sehsinn erfahren, anschmiegsam-weich, wenn vom Tastsinn erlebt. Mit Schere und Nadel rückt sie ihm zu Leibe. Zweidimensionale Zellgerüste aus Architekturkarton werden mit Silberstoff überzogen und über (gemaltes und fotografiertes) blutrotes Fleisch gelegt. Die so entstehenden Rundbilder erinnern an Mandalas oder Kirchenfenster, haben neben dem ästhetischen Reiz eine mystische Dimension. Zu sehen sind diese neuen Arbeiten in der aktuellen Ausstellung in der Galerie Steinek. Ausgehend vom neurobiologischen Spiegelungs- und Resonanzphänomen arrangiert Gudrun textile Objekte, Materialbilder, mit Füllwatte ausgestopfte Buchstaben und spiegelnde Rahmen zu einer opulenten Gesamtinstallation und stellt metaphorisch Fragen zur Autoreflexion des Egos, unserer Gesellschaft und der Kunst. …

Weiterlesen im Parnass Heft 4/2014, erscheint Anfang November

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