Stylianos Schicho: perspex People

Öffentlichkeit Ausstellung
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Dienstag 27. März 2018
27. März 2018
Di
18:00
Stylianos Schicho: perspex People
Lukas Feichtner Galerie Seilerstätte 19 1010 Wien

STYLIANOS SCHICHO

perspex people
(Anpassung gläserener Menschen)

Eröffnung: 11. März 2010, 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. März - 10. April 2010

Wiener Innenstadt Galerienrundgang am 11. März 2010, 17 - 24 Uhr

Perspex: Polymethylmethacrylat (Kurzzeichen PMMA, umgangssprachlich Acrylglas, Friacryl®, Vitroflex®,Oroglas® Plexiglas®, Limacryl®, Piacryl oder O-Glas), ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff. Durch Polymerisation von Aceton, Blausäure, Schwefelsäure und Methanol entsteht ein durchsichtiges, lichtleitendes, elastisches, schlagfestes, splitterfreies, wetterfestes, leicht zu bearbeitendes, in allen Farben herstellbares und in alle Formen pressbares Material. Acrylglas wurde 1928 etwa zur selben Zeit in Deutschland, Großbritannien und Spanien entwickelt und 1933 zur Marktreife gebracht. Es wird heute in großen Mengen hergestellt und findet vielseitige Verwendung als splitterfreier und leichter Ersatz für Glas (nicht nur Schutzbrillen, Schilder der Polizisten oder I-Phones der Demonstranten bestehen daraus). In der DDR wurde der Markenname ,,O-Glas” (für ,,organisches Glas”) verwendet.

Perspex People: Das gegenwärtige Alltagsleben verlangt zunehmende Effizienz und Durchsichtigkeit. Daten, die ihre Schatten auf uns werfen, machen uns Menschen zu transparenten Humankapital - perspex people. (Die Bezeichnung Gläserner Mensch wurde zuerst für die in den 1920er Jahren vom Deutschen Hygiene-Museum entwickelten anatomischen Menschenmodelle aus durchsichtigem Kunststoff benutzt und wird heute als Metapher des Datenschutzes verwendet.) Das Auge des Einzelnen wird zur Kamera, das Leben zur Serie, in deren Folgen jede/r jede/n stets unter Kontrolle hält. Facebook, Twitter, Social Engineering und mediale Selbstbefähigung sind eine Seite der Medaille, doch auf der anderen liegt die völlige Manipulation und das voyeuristische Scanning bis unter die Haut des Einzelnen, in der so entstehenden Kontrollgesellschaft. Die Trends führen zu einer immer intensiveren Durchdringung des Selbst auf den verschiedensten Ebenen. Privates ist öffentlich, öffentliches privat und in der Folge werden einzelne Persönlichkeitsaspekte eines Individuums fremdbestimmt zu einem Gesamtbild zusammengesetzt.

Dieser Zustand und die dazugehörigen Auswirkungen auf das durchleuchtete Individuum, welches diesen gesellschaftlichen Veränderungen gegenüber steht, ist Thema der Arbeiten von Stylianos Schicho. Der Moment des Innehaltens, Registrierens und Umschauens, dieses plötzliche und unvermutete Wahrnehmen der «Blicke», der Durchdringung von Außen übersetzt Schicho in seinen großformatigen Arbeiten und schafft gleichzeitig über das klassische Medium der Malerei ein Dokument unserer Zeit.

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