Ausgehend von der antiken Figur des Narziss erkundet „Narcissus Project“ den intimen Bezug des menschlichen Subjekts zu seinem
eigenen Ursprung: Wasser, Spiegelung, Geschlecht. In teils kühlen, teils sinnlichen und teils kraftvollen szenischen Bildern reflektieren die Performer jenen Ursprung als treibende Kraft des für das Subjekt
konstitutiven Begehrens „anzukommen“.
Von der Trauer um Verflossenes über die einer rigiden individuellen oder kollektiven Identitätsbildung eingeschriebenen Gewalt hin zur Bühne als Ort des „Eintauchens“ und „Projizierens“ – NARCISSUS PROJECT: eine tänzerische Reflexion der Statik und Fluidität der Bilder unserer selbst.
Die Choreographie wurde gemeinsam mit fünf behinderten und nicht-behinderten Tänzer_innen erarbeitet, ein kurzes Preview war bereits im Dezember vorigen Jahres im Tanz*hotel zu sehen.