Textiles, Technology and Design 3000 years ago

Theorie Zeitgenössische Kunst Vortrag
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Montag 27. November 2023
27. Nov. 2023
Mo
19:00
Textiles, Technology and Design 3000 years ago
211a

Vortrag von Karina Gromer im Rahmen der Vortragsreihe JA, ABER IST ES TECHNOLOGIE? Ja natürlich! am Institut für Kunst und Architektur, WS 2023/24
Kuratiert von Michelle Howard, Adam Hudec, Veronika Miskovicova und Eva Sommeregger in Zusammenarbeit mit der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag.

Priv.-Doz. Mag.a Dr.in Karina Grömer ist Leiterin der Abteilung für Urgeschichte am Naturhistorischen Museum Wien. Als Archäologin erforscht sie die materielle Kultur des Neolithikums, der Bronze- und Eisenzeit in Mitteleuropa, einschließlich theoretischer Aspekte wie Identität, Innovation und Kreativität, funktionale Designtheorie, visuelle Kodierung, Designkonzepte, soziologische und semiotische Studien. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Textilanalyse, die Erforschung von Textilwerkzeugen und die Rekonstruktion prähistorischer Kleidung.

Die kulturhistorische Bedeutung der Textiltechnik, insbesondere der Spinnerei und Weberei, kann kaum überschätzt werden. Das Textilhandwerk produzierte nicht nur lebensnotwendige Güter des täglichen Bedarfs, vor allem Kleidung, sondern auch Gebrauchsgegenstände sowie Repräsentations- und Luxusartikel. Auch nach der Abnutzung wurde der mit viel Zeit und Mühe hergestellte “Rohstoff Textil” sorgsam behandelt.

JA, ABER IST ES TECHNOLOGIE? Ja natürlich! fragt, wo uns die Technologie hingeführt hätte, wenn üblicherweise Frauen zugeschriebene Fähigkeiten die Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre, die sie verdienen und schlägt vor, dass wir durch die praktische Anwendung von Linien und Fäden eine wertvollere und nachhaltigere Zukunft aufbauen können. Wissenschaftler*innen gehen heute davon aus, dass das erste durch den Mensch erzeugte Werkzeug keine Waffe, sondern eine Tragetasche war, und dass es Menschen mehr liegt, sich zu geselligen Kollektiven zusammenzuschließen, als sich einer Hierarchie zu unterwerfen und dass ganze soziale Systeme je nach Bedarf übernommen oder verworfen wurden. Diese Tatsachen gelten nun als akzeptiert, weil seit langem vorhandene Beweise auf eine weniger voreingenommene Weise neu bewertet wurden. Die Beweise waren nicht schwer zu finden, sie wurden einfach ignoriert. Aufgrund patriarchalischer Vorurteile wurde die eine Praxis als Technologie und die andere als Handwerk bezeichnet. Beide sind von einer praktischen Wissensanwendung abhängig, doch die eine Praxis steht in Verbindung mit Prestige, Geld und einem Hauch an Fortschritt, während die andere als schön, aber auch recht nutzlos angesehen wird. Könnte eine Anerkennung bisher ignorierter Technologien zu einer regenerativen Praxis führen, die den ökologischen und gesellschaftlichen Fortschritt vorantreibt? Natürlich kann sie das!

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