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Dienstag, 1.7.2014
eSeL x MQ Summer Of Sounds: IVAN A. & TRANSFORMER IM MQ


Ivan A. - quartier21 Artist in Residence, Juli 2014 - hosted by eSeL REZEPTION


Ivan A. - People You May Not Know

Ivan Antunovic (Zagreb) ist Labelbetreiber, Grafikdesigner, Zine-Herausgeber und Musiker. Seine Publikationen in Ton und Bild zitieren Konstruktivismus, Minimalismus, (Post-)YU-Avantgarde und DIY-Geist. Unter dem Banner der artifiziellen Identitäten und Scheinorganisationen I / II, Split Personalities, Umrijeti Za Strojem, Valter Horvat, Nieuw NDG und Half Releases zelebriert er die medialen Überblendungen von Totalitarismus und Popkultur, Norm und Revolte, Geschichte und (Science) Fiktion. A.s Gesamtkunstwerk-Rekurse reihen sich in eine gemeinsame Genealogie mit Multimediakünstlern der jugoslawischen Welle (Novi Val, Novi Film), den Repräsentanten der NSK (Neue Slowenische Kunst) und der radikalen britischen Undergroundbewegung des Industrial.

Mit "People You May Not Know" kuratiert von Michael Giebl und Florian Tremmel (TRANSFORMER), hosted by eSeL REZEPTION, operiert der Musiker und Herausgeber Ivan A. im Zuge seiner Residence im quartier21/MuseumsQuartier im Juli als temporärer Knotenpunkt zu einer weitgehend unbekannten Community von Musikschaffenden – inklusive Live-Performances, einer Ausstellung ("Nieuw NDG: Did It Myself"), und Sound-Lectures zu Ivan A.s Alter Egos im Kontext der post-jugoslawischen Kunstszene.

Termine
Fr 04.07. – Ausstellungseröffnung "Nieuw NDG: Dit It Myself" und
Eröffnung des DIY-Plattenladens TRANSFORMER, ab 14h, Raum D / quartier21
So, 06.07. - Kunst & zamSpielen feat. Ivan A., ab 17h, Raum D
Do 10.07.2014 RHIZ - I / II (Split Personalities) live
Sa 12.07.2014 FLUC - Valter Horvat: Ljudski faktor nije presudan (The Human Factor Is Not Crucial)
Sa 26.07.2014 MQ Summer Of Sounds: Umrijeti Za Strojem live
Lecture-Serie “One-Man-Scene”: 04.07./05.07., 25.07./26.07., 18h, Raum D / quartier21


http://nieuwndg.wordpress.com




TRANSFORMER IM MQ

DIY Culture – Vinyl – Tapes – Zines – Coffee – Cake

Im Zuge des MQ Summer of Sounds migriert der DIY-Plattenladen TRANSFORMER in das Museumsquartier und verwandelt die eSeL REZEPTION und den Raum D tagsüber in einen Umschlagplatz für Ideen und Kulturgütern jenseits von Major-Labels und Unterhaltungsindustrie.

Als "Pop-Up-Store" im wörtlichen Sinn (der jeweilige Standort wird innerhalb weniger Minuten zum TRANSFORMER, der seine Plattenkisten, Tapekoffer und Zineständer hervorholt) ist er eine temporäre Plattform für neu zu entdeckende Independent-Produktionen aus den Bereichen Musik und Print, als Café und Veranstaltungsraum ist er ein Knotenpunkt für die DIY-Community. Kulturproduzentinnen bringen ihre Publikationen vorbei, treten in Austausch mit anderen Gästen, gründen neue Kollaborationen - TRANSFORMER bietet die Infrastruktur.

TRANSFORMER interessiert sich vor allem für die Prinzipien des "Do-It-Yourself", des Self-Empowerment und des Upcyclings: manuelle Fertigung steht im TRANSFORMER über industrieller Produktion und bestimmt als Leitgedanke die Auswahl des gesamten Angebots.

Das Musikangebot besteht aus einer bewussten und übersichtlich gehaltenen Auswahl von Tonträgern, die direkt über die Produzentinnen und Künstlerinnen bezogen werden, und nicht über die Vermittlung von größeren internationalen Vertrieben. Damit erhält der TRANSFORMER ein musikalisches Profil und die Exklusivität eines Plattenladens, der Lücken im Musikangebots Wiens füllen kann.

Inklusion und Partizipation unterschiedlicher Interessensgruppen und Communities ist erwünscht und wird durch aktive Kommunikation online und im TRANSFORMER, bei Veranstaltungen und im Rahmen von Projekt-Kollaborationen gesucht.

TRANSFORMER ist ein zur Nachahmung freigegebenes, mobiles Kurationsprinzip, dass sich der grenzübergreifenden Zurtageförderung von Subkultur und Underground verschrieben hat.


TRANSFORMER IM MQ
DIY Culture – Vinyl – Tapes – Zines – Coffee – Cake 

Eröffnung: 04.07. 2014

Öffnungszeiten
04.07., 05.07., 25.07., 26.07., 01.08., 02.08., 08.08. 09.08., 15.08., 16.08., 22.08 & 23.08. 

Freitag 14:00 - 20:00 Uhr, Samstag 12:00 - 20:00 Uhr

www.transformermusic.at


hosted by eSeL REZEPTION
in Kooperation mit QDK - Quartier für digitale Kultur und quartier 21 - Der creative cluster im Museumsquartier Wien



Eine Veranstaltung im Rahmen des „MQ Summer of Sounds“ in Kooperation mit dem quartier21/MQ
MQ Summer Of Sounds

 
Samstag, 9.10.2010
Tanznacht: Alles Karlsplatz!

Zumindest beim eSeL ist die Wiener „Tanznacht“ – wahrscheinlich so etwas wie die Lange Nacht des akkordierten Sich-Bewegens - noch nicht ins aktive Bewußtsein gesickert. Heute ist sie jedenfalls, diese Bewegung für (vermeintliche) Massen – und man sollte dazu sagen dass es sich vielmehr um eine „Performancenacht“ handelt, was das ganze schon um einiges verlockender macht als der Gedanken an gestriegelte Ballerinas bürgerlicher Walzerglückseligkeit, der dem Begriff „Tanz“ noch immer anhaftet. (Doris Uhlichs Performance dürfte im Brunnen vor der Karlskirche mit dieser Vorstellung heute Nacht wohl sehr gelungen abrechnen)

Organisiert von ebendiesen, findet sie vor allem in - und rund um – die Institutionenen brut-Theater und Tanzquartier Wien statt.

Das brut Theater schützt den weiterführenden, sachdienlichen Link zum „ausführliche Gesamtprogramm“ durch eine (hoffenlich unabsichtliche) Passwortabfrage: hier bzw. hier erfährt man eben nicht, was sich wo rund um den Karlsplatz abspielen wird. Auch so kann man Neugierde wecken (oder killen). Auch die TQW Website hält sich bezüglich Programmspezifika bedeckt.

Abhilfe schafft ein Stöbern in der brutschen Presseabteilung wo man immerhin das Presse-pdf – OHNE Passwortschutz - anklicksen darf. So erfährt der eSeL, dass es via brut viel Queeres - inkl. Club Burlesque Brutal inkl. „lustvoll seriöser Nacktheit“(?) bzw. Karaokestation im project space rund um den Karlsplatz erwandern kann. Und das Erforschen von differenten Angeboten ist ja bekanntlich eine von eSeL´s Leidenschaften.

eSeL.at

Ja, vielleicht dient die Tanznacht sogar als Ausrede das in jeder Hinsicht unsägliche Novomatic-Forum vis-a-vis der Secession mal zu betreten (Alexander Gottfarbs "Recodierung politischer Bewegungsmuster" ist dort entweder völlig fehl am Platz oder goldrichtig). - sowieso empfiehlt sich ein Abstecher das Hotel Imperial (Amanda Pina nutzt den majestätischen Rahmen für Unterschriftsaktenzeichnungen) bzw. die technische Universität (Tipp: Superamas). Im Kanal nebst dem Kanaldeckel zur Drittenmannstour versteckt sich übrigens das wahrlich köstlich Duo Steijn und Poelstra – und spätestens dann versteht man hoffentlich wie selbstbezüglich humorvoll „postmoderner“ Tanz sich inzwischen inszenieren kann.

Wen das alles schreckt sei noch zugewunken, dass etwaige Performancenomaden heute Nacht auf Stadtforrscher wie Partypeople treffen dürften. Im Project Space das party party party Finishfest der Viennadesignweek. Ab Nachmittag derivieren Flaneure zum Finale des urbanize-Festivals rund um den Resseplark.

PS. Völlig unklar ist dem eSeL wie die Tickets kontrolliert werden sollen – vor allem an den öffentlicheren Plätzen. Hoffentlich gar nicht.

 
Montag, 19.4.2010
eSeL: Hofburg Performance (the making of), 2009

Für jeweils ein inszeniertes Fotoshooting instruieren die "Original"-Akteure der Bundespräsidentenkanzlei eSeL in Körperhaltung, Kleidung, Pose bis zum richtigen Gesichtsausdruck für die Ausübung ihre Funktion in der Hofburg.

Diese Anweisungen werden während eines Fotoshootings gleichzeitig mit  Videokamera dokumentiert und in einem Zusammenschnitt beim "Hofburg-tanzt"-Parcours neben den inszenierten Fotoportraits präsentiert.



- Hofburg Performance - Bilder

- Videodokumentation Instruktionen

- "Hofburg bewegt" - Infobroschüre Präsidentschaftskanzlei (pdf, Seite 8)




















- Hofburg Performance - Bilder

- Videodokumentation Instruktionen

- "Hofburg bewegt" - Infobroschüre Präsidentschaftskanzlei (pdf, Seite 8)




 
Freitag, 27.11.2009
Birgit Jürgenssen Retrospektive


foto.esel.at: Galerist Hubert Winter

Posthumes Kennelernen
Ist es möglich auf die Künstlerin Birgit Jürgenssen zu verweisen – ohne sie auf ihren Namen, fixe Identität, Rollenzuschreibung oder nur einige wenige markante Werke zu reduzieren?

Die Sammlung Verbund unternimmt den Versuch die 2003 verstorbene Künstlerin posthum in der internationalen Kunst-Aufmerksamkeit zu verankern mit einem aufwändigen Prozess.


foto.esel.at: Eltern von Birgit Jürgenssen

Ich-Variationen
Zunächst dokumentiert ein erster monografischer Katalog die Fülle an Arbeitsweisen und Ideen, mit denen Jürgenssen in den letzten drei Jahrzehnten das Bild der Frau und ihre eigene Identität immer und immer wieder neu hinterfragte.
Zeichnungen sezieren wie akribische Naturstudien Geschlechterklischees, Schuhskulpturen disziplinieren Gesicht und Füsse, fotografische Inszenierungen, Maskierungen und Projektionen verwandeln den eigenen Körper.
Kunst für den eSeL: Kontinuierliches Experiment mit den Arbeitsmitteln zur ständigen Neuerfindung des eigenen Selbst im sozialen Käfig - bis hin zur Tierwerdung. (zuletzt als Zebra aus grafischen Blöcken aus dem Computer).


foto.esel.at: Gabriele Schor (Sammlungsleitung) & Abigail Solomon-Godeau (Katalog & Symposium)

Kontext Kunstgespräch
Nur im Rahmen von wöchentlichen Führungen ist jeden Mittwoch ein Querschnitt von vierzig Werken auf acht Stockwerken des – als „Vertikale Galerie“ genutzten - Stiegenhauses im Verbund-Gebäude zugänglich. Diese Zugangsbeschränkung (für Nicht-Mitarbeiter) garantiert die Begegnung mit gleich einer ganzen Bandbreite von Werken – und zur weiteren Vertiefung ein persönliches Gespräch.

jeden Mittwoch - 18.00 Uhr | Kunstgespräch Birgit Jürgenssen | Vertikalen Galerie des Verbundgebäudes


foto.esel.at: Präsentation vor Mitarbeitern und geladenen Gästen

Kunstsponsoring als Prozess
Bemerkenswert ist wie viel Energie (und Geld) die Firmensammlung in die kunsthistorische Erforschung, Aufarbeitung, Publikation und auch „Networking“ für eine Künstlerin investiert - und nicht nur für den Ankauf von Werken.

Der nächste Schritt der Auseinandersetzung ist ein Symposium im Dezember. Breite Öffentlichkeiten werden erst Ende des Jahres mit einer Jürgenssen-Personale im Bank Austria Kunstforum angestrebt.

11.12. - 9.30h | Symposium: Mapping the margins: Birgit Jürgenssen im Kontext | Akademie der Bild. Künste


foto.esel.at: Pressekonferenz

Späte (Wieder)Entdeckung
Die Annäherung an einen abgeschlossenen Werkblock, der vor Ideen nur so sprudelt, macht die Abwesenheit der Künstlerin umso deutlicher, die mit Einfallsreichtum, Können und ständigem Wunsch nach Veränderung hinter und zwischen den Werken unsichtbar in Erscheinung tritt.

Und dann tut es dem eSeL leid, dass er sie nicht kennen gelernt hatte, die Birgit Jürgenssen, vor dem Jetzt des Heute, wo die Dinge ihren Lauf nehmen werden - und mit der Bekanntheit, den Schubladen des Denkens, den Ikonen und einem berühmten Namen die Zugänge größer aber auch das Rätseln geringer wird.

  • Sammlung Verbund: Retrospektive Birgit Jürgenssen (Presseinformationen)
  • Sammlung Verbund
  • foto.esel.at: Fotomontagen Birgit Jürgenssen
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    Donnerstag, 26.3.2009
    Christine Gaigg lässt Tänzerinnen gegen ihre Computerhervorbringungen antanzen - NUR am Donnerstag, 26.3. - 20.30h! eSeL hat ein Video dazu geschnitten >:e) CHRISTINE GAIGG / 2ND NATURE: Module 1-17 Do 26. März 20.30h TQW / Halle G tqw.at