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Dienstag, 1.7.2014
eSeL x MQ Summer Of Sounds: IVAN A. & TRANSFORMER IM MQ


Ivan A. - quartier21 Artist in Residence, Juli 2014 - hosted by eSeL REZEPTION


Ivan A. - People You May Not Know

Ivan Antunovic (Zagreb) ist Labelbetreiber, Grafikdesigner, Zine-Herausgeber und Musiker. Seine Publikationen in Ton und Bild zitieren Konstruktivismus, Minimalismus, (Post-)YU-Avantgarde und DIY-Geist. Unter dem Banner der artifiziellen Identitäten und Scheinorganisationen I / II, Split Personalities, Umrijeti Za Strojem, Valter Horvat, Nieuw NDG und Half Releases zelebriert er die medialen Überblendungen von Totalitarismus und Popkultur, Norm und Revolte, Geschichte und (Science) Fiktion. A.s Gesamtkunstwerk-Rekurse reihen sich in eine gemeinsame Genealogie mit Multimediakünstlern der jugoslawischen Welle (Novi Val, Novi Film), den Repräsentanten der NSK (Neue Slowenische Kunst) und der radikalen britischen Undergroundbewegung des Industrial.

Mit "People You May Not Know" kuratiert von Michael Giebl und Florian Tremmel (TRANSFORMER), hosted by eSeL REZEPTION, operiert der Musiker und Herausgeber Ivan A. im Zuge seiner Residence im quartier21/MuseumsQuartier im Juli als temporärer Knotenpunkt zu einer weitgehend unbekannten Community von Musikschaffenden – inklusive Live-Performances, einer Ausstellung ("Nieuw NDG: Did It Myself"), und Sound-Lectures zu Ivan A.s Alter Egos im Kontext der post-jugoslawischen Kunstszene.

Termine
Fr 04.07. – Ausstellungseröffnung "Nieuw NDG: Dit It Myself" und
Eröffnung des DIY-Plattenladens TRANSFORMER, ab 14h, Raum D / quartier21
So, 06.07. - Kunst & zamSpielen feat. Ivan A., ab 17h, Raum D
Do 10.07.2014 RHIZ - I / II (Split Personalities) live
Sa 12.07.2014 FLUC - Valter Horvat: Ljudski faktor nije presudan (The Human Factor Is Not Crucial)
Sa 26.07.2014 MQ Summer Of Sounds: Umrijeti Za Strojem live
Lecture-Serie “One-Man-Scene”: 04.07./05.07., 25.07./26.07., 18h, Raum D / quartier21


http://nieuwndg.wordpress.com




TRANSFORMER IM MQ

DIY Culture – Vinyl – Tapes – Zines – Coffee – Cake

Im Zuge des MQ Summer of Sounds migriert der DIY-Plattenladen TRANSFORMER in das Museumsquartier und verwandelt die eSeL REZEPTION und den Raum D tagsüber in einen Umschlagplatz für Ideen und Kulturgütern jenseits von Major-Labels und Unterhaltungsindustrie.

Als "Pop-Up-Store" im wörtlichen Sinn (der jeweilige Standort wird innerhalb weniger Minuten zum TRANSFORMER, der seine Plattenkisten, Tapekoffer und Zineständer hervorholt) ist er eine temporäre Plattform für neu zu entdeckende Independent-Produktionen aus den Bereichen Musik und Print, als Café und Veranstaltungsraum ist er ein Knotenpunkt für die DIY-Community. Kulturproduzentinnen bringen ihre Publikationen vorbei, treten in Austausch mit anderen Gästen, gründen neue Kollaborationen - TRANSFORMER bietet die Infrastruktur.

TRANSFORMER interessiert sich vor allem für die Prinzipien des "Do-It-Yourself", des Self-Empowerment und des Upcyclings: manuelle Fertigung steht im TRANSFORMER über industrieller Produktion und bestimmt als Leitgedanke die Auswahl des gesamten Angebots.

Das Musikangebot besteht aus einer bewussten und übersichtlich gehaltenen Auswahl von Tonträgern, die direkt über die Produzentinnen und Künstlerinnen bezogen werden, und nicht über die Vermittlung von größeren internationalen Vertrieben. Damit erhält der TRANSFORMER ein musikalisches Profil und die Exklusivität eines Plattenladens, der Lücken im Musikangebots Wiens füllen kann.

Inklusion und Partizipation unterschiedlicher Interessensgruppen und Communities ist erwünscht und wird durch aktive Kommunikation online und im TRANSFORMER, bei Veranstaltungen und im Rahmen von Projekt-Kollaborationen gesucht.

TRANSFORMER ist ein zur Nachahmung freigegebenes, mobiles Kurationsprinzip, dass sich der grenzübergreifenden Zurtageförderung von Subkultur und Underground verschrieben hat.


TRANSFORMER IM MQ
DIY Culture – Vinyl – Tapes – Zines – Coffee – Cake 

Eröffnung: 04.07. 2014

Öffnungszeiten
04.07., 05.07., 25.07., 26.07., 01.08., 02.08., 08.08. 09.08., 15.08., 16.08., 22.08 & 23.08. 

Freitag 14:00 - 20:00 Uhr, Samstag 12:00 - 20:00 Uhr

www.transformermusic.at


hosted by eSeL REZEPTION
in Kooperation mit QDK - Quartier für digitale Kultur und quartier 21 - Der creative cluster im Museumsquartier Wien



Eine Veranstaltung im Rahmen des „MQ Summer of Sounds“ in Kooperation mit dem quartier21/MQ
MQ Summer Of Sounds

 
Dienstag, 3.9.2013
eSeL's Empfehlungen für Venedig




__IN den giardini
(in den giardini kann man eh alles anschauen denke ich - wenn nicht allzu grosse schlangen sind trotzdem meine highlights:

- !! grossbritannien (mein favorit)
- austria (durchaus)
- belgien
- griechenland
- USA
- deutschland (im franz. pavillion - mit den ai wei wei stühlen - wird mE überschätzt)
- frankreich (im deutschen pavillion - war so lange schlange haben wir nicht geschafft)
- japan (gesellschaftlich ausgerichtete kunst?!)
- russland (platt aber in der form auch ok)
(interessant wäre ob "frau" münzen nehmen darf, wir hatten uns nicht getraut...)
- korea (na ja spiegelkabinett - gute fotomotive.. >;e) ulikig zum Anschauen aber nicht wichtig:

italien / encyclopedic - gruppenausstellung
eigenartiger ansatz - formproduktion aus relgion, fanatismus, spinnern, mystikern und - last but not least - auch künstlern hat mir getaugt - darin unbedingt: fischli und weiss tonfiguren anschauen >:e)(da war bei uns lange schlange auf der treppe nach oben)


_zwischen giardini und arsenale: ________

vor giardini

am weg von giardini zu arsenale:
auf der "marktstrasse" (die einizge grosse) dort die nach dem parkstreifen (inkl. kurioses "museum for everything") nach rechts führt in den schaufenstern sort die "Kunst"beschriftungen anschauen - die waren echt witzig

- malediven
nach dem markt in verfallenem haus
eher allzu zivilgesellschaftlich betroffen - für mich: na ja
aber maren richter (ehemals regionale) war eine der kuratorinnen

- palazzo pelham
dann weiter den kanal entlang, über die brücke rechts
eventuell ist der palazzo pelham noch offen (Lounge eher off-spacig, aber gesponsert von bloomberg - macstore ambiente... war bisserl geheimtipp treffpunkt)


_arsenale_________

VOR arsenale:

- !!! litauen/zypern
(alte sporthalle gleich beim eingang zu arsenale recht abbiegen, dann 100meter)
gar sehr kunstkryptisch, aber als erlebniswelt eines meiner highlights!


IM Arsenale
- vatikan kurios (im arsenale drin)


- NACH arsenale (am ende, wo es sich im hafengelände etwas verläuft)
- gibt es angeblich noch emirate pavillon (360grad projektion angeblich) - hab ich erst nachher erfahren
- in den bäumen hockt(e) ein friseur gleich nach dem italienischen beitrag
- ms hangover von ragnar K. fährt im hafen herum mit blasmusik


__IN der Stadt ______

- iraq (zur erholung statt cafe - dort tee trinken und mit irakis plaudern und stöbern) - fand ich zumindest während preview-days super

- angola (gewinner goldener löwe)

- kuba (im museum correr am markusplatz - kunst ist sehr sehr SEHR ELEND, aber gute möglichkeit entspannt IN einem der gebäude rings um markusplatz zu flanieren (deckenfresken tintoretto, veronese)
museumscafe ist recht leer (kaffee und mehlspeisen dafür eher dürftig - aber trotzdem ruhepol im gewimmel)

__sonstige IN der stadt

- !!! Prada foundation (kam ich nicht rein, schlange 500meter, neuaufstellung legendärer szemann ausstellung)

- pinchuk foundation - future art prize

- ai wei wei in der St. Antonio kirche (zuecca projekt)

- palazzo grassi (angeblich fulminante teppich im/übers ganze haus

- manet ausstellung (soll toll sein, war uns aber dann egal)

- punta dogana (protzige sammlerkunst - aber auch interessant, falls Du noch nicht dort warst)

 
Mittwoch, 8.6.2011
Biennale 2011: Review auf die Preview

Letzte Woche “war” ja unüberlesbar Biennale in Venedig. Vergangenheitsform ist hier insofern angebracht, weil die Monsterkunstschau zwar bis November läuft, aber das zuhauf angereiste Kunstvolk ziemlich geschlossen in der “Preview”-Woche antanzt - vom gemeinen (Künstler)Fussfolk bis zum - dank vor Ort geparkter Yacht unübersehbaren - Geldadel. Nach uns bekanntlich die Sintflut bzw. die darauffolgende Art Basel.

Das Kernstück der Biennale sind bekanntlich die legendären Länder-Pavillons in den begrünt angestaubten Giardini. Ein “Gratiskunstprater” quasi - stecken in jedem Pavillon doch mindestens einpaarhunderttausend Produktionskosteneuro (im Österreichbeitrag inkl. allem Pipapo sogar deren 700). Bei mehr als 50 teilnehmenden Nationen bekommt man in Venedig - weit über die Giardini hinaus - ein herrlich heterogenes Potpourri serviert, das alle, wirklich alle Facetten zeitgenössischer Kunst abdeckt. Die direkte Nachbarschaft der Pavillons bietet - sprichwörtlich: en passant - eine Wahrnehmungshilfe, die neben den Kunst-Inhalten zugleich die jeweilige kuratorische und künstlerischer Herangehensweise über den direkten Vergleich sichtbar macht. Sowas mag der eSeL.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Versuche der pro Land entsandten Künstler/Innen/grupppen, den strukturellen (und baulichen) Vorgaben ihrer architektonisch bedingten nationalen Zuweisung zu entkommen. Dänemark hat das Nationenraster heuer mit einer internationalen Gruppenschau “Speech Matters” vorweg ad acta gelegt und u.a. durch die Beteiligung der amerikanischen Comiclegende Robert Crumb auch gleich die Disziplinengrenzen vom Tisch gefegt (Video).

eSeL.at - Vor US Pavillon

Verblüffend ist - auch an den Previewtagen - die gezielte Bildung von enormen Warteschlangen. Nicht immer steht die Länge der Schlange in direktem Zusammenhang zum Fassungsvermögen oder Qualität der angeblich bestürmten Pavillons. Umgekehrt bot heuer beispielsweise die Schlange, die sich im Dreiländereck zwischen Japan, Deutschland und Grossbritannien zu Recht gebildet hatte, gute zwei Stunden Zeit mit wildfremden Kunstmenschen ins Gespräch zu kommen, die im Kastenwesen Kunstbetrieb oft unter ihresgleichen bleiben.

eSeL.at - Schlingensief Pavillon

Zombiekunst?
Gelohnt hat sich das Warten in jedem Fall bei (und für) Deutschland (Goldener Löwe). Ebenso wie im ägyptischen Länderpavillon, deren Teilnehmer Ahmed Basiony im Jänner auf dem Tahrirplatz erschossen wurde, “bespielt” ein nimmermüder (un)Toter den deutschen Pavillon. Deutschland bahrt Schlingensiefs Oeuvre einem sakral inszenierten Kirchenraum auf. Mit Arbeiten und Filmen gepflasterte Wände schmücken die Gedenkmesse, die damit demVorwurf bloss Schlingensiefs-Imitat zu sein elegant entkommt.

Heuer häufig sind Rückgriffe in/auf Archive historischer Positionen: Andrei Monastyrski´s “Kollektive Aktionen” für Russland oder die aktive Auseinandersetzung Dominik Langs mit dem bildhauerischen Werk seines Vaters Jiri im tschechisch/slowakischen Pavillon (wieder ein historisch bedingte Nationalitätenabsurdität).

eSeL - Giardini ILLUMInazione

Für die Großausstellung des Gastgeberlandes Italien griff Biennale-Direktorin Bice Curiger (die übrigens auch Chefredakteurin des Parkett-Kunstmagazins ist) bis zu Tintoretto zurück - und in der konfusen Schau am Giardinigelände leider auch oft daneben. Dessen Fortsetzung - der linear abzuschreitenden Ausstellungs-Parcours am Hafengelände Arsenale - ist mit seinen offensichtlichen Wechseln zwischen eyecatchernder Effektkunst (Turrell, Wachsstatuten als Riesenkerzen), entschleunigenden Ruhezonen (u.a. Realtime 24h filmischer Uhrzieiten von Christian Marclay) und konzentrierter Kunstclusterung wunderbar gelungen. Darin verstreut bündeln heuer so genannte “Para-Pavillons” die Aufmerksamkeit, Clusterungen die unter der Obhut jeweiliger MikrokuratorInnen das Prinzip der Länderpavillonprinzip zusätzlich aufweichen - einer davon übrigens für und von Franz “Goldener Löwe fürs Lebenswerk” West bzw. seinen Freunden.

eSeL.at - Turkish Pavillon - Plan B

Im Anschluß sind am malerischen Hafen etwas unglücklich “spätere” Teilnehmer-Länder aufgefäldet - darunter die wunderbare Wasseraufbereitungsinstallation der Türkin Ayşe Erkme. Daran wurde heuer ein eigenwilliger Wurmfortsatz ein zweiter Italien-Beitrag gehängt. Der schlecht beleumundete Berlusconi-Freund Vittorio Sgarbi lässt dort unter dem angriffigen Titel “L’arte non é cosa nostra” (“Kunst ist nicht unsere Sache” bzw. “Kunst ist keine Mafia”) 250 Mikrokuratorinnen völlig frei 250 Künstler jeglicher Provenienz zusammen würfeln  - und bot damit das zumindest mannigfaltigste Gegenstück als Gegenmodell zu (und indirekt zugleich Rechtfertigung für die) kuratierten Qualitätsauslesen (Interview in monopol).
Auch daran sah und sieht man: Nur Kunst zu liefern, ohne als Künstler auch auf die Umgebung zu zu reagieren bzw. in diese aktiv gestaltend einzugreifen reicht im 21. Jahrhundert auch jenseits der Biennale einfach einfach nicht mehr - und das ist auch gut so.

eSeL.at - Dutch Pavillon

Der Eingriff in den Pavillon wird im eigenen Nationspavillon somit zur Bürgerpflicht . Den Sieg trägt in dieser Kür für den eSeL eindeutig der “Dutch Pavillon” davon. Darin werden die Besucher in ständig wechselnde Bühnensituationen mit Perspektiven der darin verstreuten Künstlerinnen-Community eingeflochten. Thomas Hirschhorns Assoziationsketten aus Klebeband, Handyfolter, Medienbilderfluten und Kristallwelten im Schweizer Pavillon laufen in ihrer raumgreifenden Assoziationsdichte sowieso ausser Konkurrenz. Wegen der allzu langen Schlage hatte eSeL leider kein Möglichkeit bis zum großbrittanischen Pavillon vorzudringen, dessen Einbauten in höchsten Tönen gelobt wurde.

eSeL.at - Schinwald Pavillon

Österreich-Beiträger Markus Schinwald hängt für sein Labyrinth im Pavillon die neuen Wände von der Decke ab. Erst unterhalb der Kniehöhe wird einen Überblick frei gegeben. Das klingt aufwändig und teuer (ist es auch) entwickelt aber spätestens in der (aufwändigen) Schlichtheit spätestens dann an Eleganz (Fotos), wenn man die Situation zB mit dem bescheidenen Boden-Labyrinth im Russland Pavillon vergleicht (dort wiederum durch einen Raum mit leeren Gulag-Betten verstörende Wirkung hervorrufen) .

In diesem Labyrinth hat Schinwald sein Können in in allen Medien ausgebreitet. Und wenn Schinwald seine bescheidene Art nicht in bei der Pressekonferenz persönlich zur schüchternen Schau gestellt hätte, könnte man meinen es sei gar zu elegantes Kalkül, wie hier Skulptur, Malerei und Film als Anschauungsmaterial für jeden InteressentInnen- und Käuferkreis durch gekonntes Verbergen ideal präsentiert werden.
(Zusätzlich ist im Paillon übrigens eine Webcam des Südtiroler Künstlers Hannes Egger versteckt, die Venedig virtuell mit dem Großvenediger verbinden soll.)

Schinwalds Umbauten lösen ein Standarddilemma bildender Kunst im Eventkontext: Die Denkwelten der Kunst erfordern ein Innehalten, das besondern im Gewusel von Venedig gezielt hergestellt werden muss. Schließlich muss der gehetzte Biennalebesucher gleichzeitig Ausschau halten, wo es noch schickere UmhängeTasche zu holen gibt (ein Phänomen das heuer sicher seinen Höhepunkt erreicht hat) oder wer gerade mit wem klüngelt. (ein zeitloses Kunstbetriebs-Phänomen)

eSeL.at - Eröffnung Austrian Pavillon

Tatsächlich breitete sich gerade bei der Eröffnung des österreichischen Pavillons auf der Wiese davor ein wunderbares Panorama sozialer Interaktionen aus. Einen lauen Sommernachmittag lang flossen auf der Wiese die eingeflogenen nationalen Netzwerke und internationales Zufallspublikum in einander - um dann doch lieber unter sich zu bleiben. Eigenwillig präsent der Freundeskreis der medial stark präsenten Kommissärin Eva Schlegel (Bundesministerin Schmieds aktuelle Vorliebe, Künstlerinnen andere KünstlerInne betreuen zu lassen findet der eSeL weiterhin falsch)

Die Mär der “gemütlichen” wie weinseligen Kunstnation die bei ein, zwei, vielen G´Spritzten wunderbar Kontakte unter einander knüpft, bleibt trotzdem gewahrt.
Die Folge der allzu großzügigen Einladungspolitik made in Austria: die direkt ausgeteilten Weinflaschen bei der offen zugänglichen Österreicherparty (Passwort: “i come from Eva Schlegel”) im todschicken Hotel Ciprani waren um 22 Uhr schon alle weggeputzt, die offene Party damit de fakto zu Ende.

Die Biennale gibt den Blick in die Eingeweide und damit auf die wahren Powermonger im Kunstbetrieb frei, geöffnet bleiben die roten Kordeln trotzdem nicht. Wer unter sich bleibt, hat mehr - nicht nur zu trinken.

eSeL.at - Glasstress

ps. Der offene Informationsaustausch wird durch die geringe Verbreitung von Gratis-WLAN zusätzlich gehemmt. Twittern auf Roamingkosten macht wenig Spass, damit bliebt das Empfehlen und Erlauschen (von Parties wie Ausstellungen) vorwiegend auf Mund-zu-Mund Kontakte beschränkt.

Daher soll eine repräsentative Übersicht über alle die weiteren Angebote quer durch die Laguenenstadt an dieser Stelle gar nicht erst versucht werden. Gerade diese Indvidualerkundungen, die neben der Kunst auch alte Palazzi (von Innen!) besichtigen lassen sind sicher eines der Highlights jeder Venedigbiennale:

eSeL´s Lieblingsentdeckungen:

  • Big Bambu Installation
    (neben Guggenheim Foundation - nur bis 25.6.2011)
    Link | Fotos
    Die dazugehörige Glassstress Ausstellung vis-a-vis kann man sich getrost sparen. Dort gibt es jene aalglatte Kunstmarktkitsch aus… Glas.
  • Karla Black
    Schottische Beitrag als Assoziationskette mit den Mitteln von Lush-Shops. Geruchsexplosion.
    Link | Fotos
  • TAR. Palazzo Fortuny
    Ab dem 2. Stock wird der malerische Palazzo zur proppenvollen Wunderkammer. Kunst zwischen Bühnenelementen, Skizzen und rohen Wandstücken
    Link | Fotos

  • Future Art Generation Prize in der Pinchuk Art Foundation
    Mäzen zahlt superdotieren Kunstpreis (Die Kosten für die üppige Juryk allein…). Zwar wenig "zukunfts"-weisend - aber eine enorm hohe Dichte guter Arbeiten
    Link | Fotos

  • eSeL´s Fotos Biennale

 
Dienstag, 17.5.2011
GEWINNSPIEL: curated by_vienna 2011: east by south west

GEWINNSPIEL

3x2 departure Bücher zu gewinnen
Die ersten drei Tweets (inkl. Hashtag #curatedby und @eselat), die einen Link zu einem eigenen (!) Foto und/oder Blog-Eintrag/Review zu einer der Ausstellungen von curated by_vienna 2011 twittern gewinnen je eines von drei Bücherpaketen:

Jedes Gewinnpaket enthält:

  • 1x Katalog zu „east by southwest – curated by_vienna“
  • 1x departure Buch „New vienna now – contemporary vienna – architecture, art, design, film literature, music“

„East by South West“ – curated by_vienna 2011 eröffnet den Diskurs zum kulturpolitischen Begriff Europas. 21 internationale KuratorInnen entwickeln in Zusammenarbeit mit KünsterInnen aus Ost- und Südosteuropa in 21 führenden Wiener Galerien Sonderausstellungen und rücken jene Länder die sich ehemals „hinter dem Eisernen Vorhang“ befanden in das politische Zentrum. Die Entwicklung der Kunst dieser geografischen Gebiete, die in zahlreichen kulturellen Berührungspunkten zu Wien stehen, wird in ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvisionen aufgezeigt.

Wann: 12. Mai -18. Juni 2011
Öffnungszeiten:
Di-Fr, 12-18 Uhr
Sa,11-15 Uhr
Liste der teilnehemnden Galerien Website:www.curatedby.at

curated by_vienna 2011 wird von departure in Kooperation mit den 21 teilnehmenden Galerien organisiert und gefördert.

Links:

 
Dienstag, 3.5.2011
PROMOTION: 11.5. - 18.00h / VIENNAFAIR: Verleihung des GalleryPrize der Wirtschaftskammer Wien

WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN VERGIBT HEUER ZUM 6. MAL DEN EMERGING / ESTABLISHED GALLERY PRIZE

Seit 2006 unterstützt die Wirtschaftskammer Wien die VIENNAFAIR und die teilnehmenden Galerien als wichtige Veranstaltung zur Internationalisierung des Kunststandortes Wien mit dem Emerging / Established Gallery Prize im Wert von 10.000,- Euro.

Die Wiener Galerienszene boomt und hat sich seit den späten 80er Jahren Schritt für Schritt zu einer lebendigen Drehscheibe für zeitgenössische Kunst im internationalen Kontext entwickelt. Viele der bereits arrivierten Galerien präsentieren seit vielen Jahren regelmäßig auf internationalen Kunstmessen wie der ART BASEL, ARCO in Madrid, FIAC in Paris oder frieze art fair in London aber auch in Übersee internationale, zeitgenössische Kunst und sind mit ihren Künstlern und KünstlerInnen auf den wichtigen Biennalen vertreten. Durch ihr außergewöhliches Engagement und ihren unermündlichen Einsatz sind sie wichtige Botschafter für Wien im Ausland. Auf Initiative von Reed Exhibitions Messe Wien gibt es seit 2005 in Wien eine Messe für zeitgenössische Kunst mit internationalem Format, die VIENNAFAIR The International Contemporary Art Fair focussed on CEE. Dieses konsequente Engagement, Wien als internationalen Kunststandort zu positionieren, unterstützt die Wirtschaftskammer Wien seit 2006 mit dem Emerging / Established Gallery Prize.

„Die Wiener Galerienszene ist eine der lebendigsten in ganz Europa. Viele Galerien in dieser Stadt rangieren seit Jahren unter den renommiertesten weltweit und nehmen an den wichtigsten internationalen Kunstmessen teil. Gleichzeitig nehmen immer wieder Kunstbegeisterte das Wagnis der Gründung einer neuen Galerie auf sich und bereichern damit die kulturelle Vielfalt unserer Stadt“, so KommR Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. „Der Galerienpreis der Wirtschaftskammer Wien würdigt das oft jahrzehntelange Engagement der Wiener Galeristinnen und Galeristen und motiviert junge Unternehmerinnen und Unternehmer in der Kunstbranche, ihren Weg kontinuierlich fortzusetzen

Auch heuer wieder vergibt eine hochkarätige Jury – Karola Kraus, Direktorin, MUMOK Wien, Sabine Folie, Direktorin, Generali Foundation, Wien, Cosima Rainer, Kuratorin für zeitgenössische Kunst, Belvedere, Wien und KommR Erwin Pellet, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien – über den Gesamtwert von Euro 10.000,- den Emerging / Established Gallery Prize 2011 der Wirtschaftskammer Wien für die beste Standgestaltung auf der VIENNAFAIR 2011. Seit 2008 wird der Emerging / Established Gallery Prize 2011 in zwei getrennten Kategorien vergeben: eine junge, innovative Galerie und eine bereits länger am Markt etablierte Galerie werden mit je 5.000 Euro honoriert. Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt.

Die feierliche Prämierierung der SiegerInnen findet im Rahmen eines Cocktail-Empfangs ebenfalls am Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 18.00 Uhr auf der VIENNAFAIR 2011 The International Contemporary Art Fair focussed on CEE in der Halle A, Messe Wien, Messeplatz 1, 1020 Wien, unter Anwesenheit von KommR Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Matthias Limbeck, verantwortlicher Geschäftsführer beim Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien, statt.

Bisherige PreisträgerInnen: lokal_30, Warschau (2006) sowie Emanuel Layr und Thomas Wüstenhagen, Layr Wuestenhagen Contemporary, Wien (2007). Seit 2008 in zwei getrennten Kategorien; „Emerging Galleries“: Galerie Konzett, Wien (2008) sowie Andreas Huber, Galerie Andreas Huber, Wien (2009) und Alexander Koch, Nikolaus Oberhuber und Jocelyn Wolff, Koch Oberhuber Wolff, Berlin (2010); „Established Galleries“: für den Gemeinschaftsstand Gabriele Senn, GABRIELE SENN galerie, Wien und Christine König, Christine König Galerie, Wien (2008), Kerstin Engholm und Klaus Engelhorn, engholm engelhorn galerie, Wien (2009) und Rosemarie Schwarzwälder, Nächst St. Stephan, Wien (2010)