Tonspur 54: Candice Breitz und Alex Fahl

Musik Klangkunst Installation
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1 Termin im Archiv
bis Samstag 24. November
2. Sep. 2012 -
Sa 24. Nov. 2012
17:00
Tonspur 54: Candice Breitz und Alex Fahl

Eröffnung: Sonntag, 2. September 2012, 17:00 Uhr
Begrüßung: Georg Weckwerth (artistic director TONSPUR)

Candice Breitz + Alex Fahl: Vanitas Medley
8-Kanal Installation, Länge 9’46’’, endlos
täglich 10:00 - 20:00

„Wenn ich auf die Neinsager gehört hätte, würde ich noch immer in den österreichischen Alpen leben und jodeln!“
Arnold Schwarzenegger

Candice Breitz und Alex Fahl montieren vorgefundene Aufnahmen von Ratschlägen zahlreicher Motivationstrainer und Finanzgurus zu einem Vanitas Medley, das die Schnell-reich-werden-Tipps der Profiberater, aber auch von Superreichen wie Donald Trump oder Arnold Schwarzenegger zu einer bewusst absurden Abfolge verwebt. Damit treten die Kurzformeln, die sämtlich den Weg zum Reichtum in wenigen einfachen Schritten beschreiben, in einen aberwitzigen Wettstreit. Man ist sich einig: Mit der richtigen Einstellung und ein bisschen harter Arbeit, kannst auch du, unabhängig von Herkunft und wirtschaftlichem Umfeld, aus eigener Kraft Millionär werden! Indessen hat die fundamentalkapitalistische Vorstellung, dass jedermann und jede Frau ‚es schaffen kann‘, im Licht der gegenwärtigen weltweiten Rezession einen hohlen Beiklang. Sogar in den Vereinigten Staaten, der Wiege dieses Optimismus’, ist die soziale Mobilität nach oben beinahe zum Stillstand gekommen. Der eindringlich manipulative Chor der im Medley versammelten Finanzpriester enthüllt jene krankhafte Geldobsession, die die derzeitige Krise des Spekulationskapitalismus ausgelöst hat, während die schnelle Schnittfolge des Stücks dessen leere Versprechen auflöst und verhöhnt.
Die Installation wird von sieben Plakaten vervollständigt, die je einen Totenschädel aus Arbeiten von Hans Holbein dem Jüngeren, Vincent van Gogh, Salvador Dali, Andy Warhol, Takashi Murakami, Subodh Gupta sowie Damien Hirst zeigen. Der Totenschädel ist historisch gesehen ein Symbol für die Kürze des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes. Die Schädelgalerie aus Kunstwerken anderer Künstler bildet einen lakonischen Kontrapunkt zur Überschwänglichkeit der Toncollage.

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