DV8 Physical Theatre (UK)
Can We Talk About This?
(Österreichische Erstaufführung)
Können wir über Themen wie Religion, Multikulturalismus oder Rassismus offen sprechen? Wie verbreiten und manifestieren sich Ideen und Meinungen, wie greifen unsere sichtbaren und versteckten Zensur-Mechanismen? Seit seiner Gründung 1986 ist das DV8 Physical Theatre legendär für seine gesellschaftlich engagierten und physisch packenden Arbeiten. In ihrer neuen Produktion an den Schnittstellen von Tanz, Theater und Dokumentation adressiert das Kollektiv die ‚Tabus‘ unserer Demokratien und die Voraussetzungen und Herausforderungen des Lebens in einer Gesellschaft, die durch die Vielzahl und Parallelität ihrer Kulturen und Glaubensrichtungen bestimmt ist.
Auf der Basis von realen Interviews mit führenden Persönlichkeiten aus dem religiösen, politischen, kulturellen und sozialen Leben und von Archivmaterial macht es Fragen der Pressefreiheit, der Zensur von Kunstwerken und Diskriminierung zum Thema und untersucht den Einfluss von Ereignissen wie der Bücherverbrennung von Salman Rushdies Satanischen Versen 1989, dem Mord an Theo van Gogh oder dem Streit über die Mohammed-Karikaturen auf multi-ethnische Politik, Pressefreiheit und künstlerische Zensur. Wenn die Körper die Worte verlängern, sich die Bewegung zu sicher geglaubten Bildern entgegensetzt und die Komplexität des Sprechens Vorgefertigtes ins Wanken gerät, entsteht dabei ein künstlerischer Diskussionsraum von beeindruckender Direktheit.
KONZEPT UND REGIE: Lloyd Newson
REGIE-ASSISTENTIN/COMPANY MANAGER: Elizabeth Mischler
BÜHNE UND KOSTÜME: Anna Fleischle
LICHTDESIGN: Beky Stoddart
VIDEO: Tim Reid
CHOREOGRAFIE: Lloyd Newson und die Darsteller
RESEARCH UND ENTWICKLUNG/ CHOREOGRAFIE-ASSISTENTEN: Ermira Goro, Hannes Langolf, Ira Mandela Siobhan
PERFORMER: Ankur Bahl, Joy Constantinides, Lee Davern, Kim-Jomi Fischer, Ermira Goro, Hannes Langolf, Samir M’Kirech, Christina May, Seeta Patel, Ira Mandela Siobhan
KOPRODUKTION: Théâtre de la Ville und Festival d’Automne Paris, National Theatre London und Dansenshus Stockholm
MIT DANK AN: Helena Arenbergerova, Stuart Briggs, Nicolas Fayol, Neil Jenson, Adrian Johnston, Oliver Manzi, Nicola Roodt, Devaraj Thimmaiah, David Thompson, Anton Skrzypiciel, Leanne Whitehead und Kate Champion of Force Majeure.