Körper und Geist speichern unsere Erinnerung an die Zukunft. Leben im Begehren und Wehklagen in der Vergangenheit. Wir existieren im Verhältnis zu Ereignissen, die schon geschehen sind oder schließlich noch geschehen werden. Die Spannung aufrecht erhaltend, zwischen Erinnerungen und Erwartungen taumelnd, werden wir mitten in den Augenblick geworfen, den unser Körper und unser Geist eigentlich nicht begreifen können. Der amerikanische Performer und Choreograf Michael O’Connor konzentriert sich in seiner Untersuchung der Begrenzung des Körpers auf Elemente wie Schmerz, muskuläre Ausdauer, Geschwindigkeit, Atem oder Kraft und sucht nach der Fülle des Raums, den wir möglicherweise einnehmen können, und den Grenzen des Raums, die wir erfahren, während wir uns auf der Bühne befinden. In seiner neuen Solo-Arbeit wird das Publikum Zeuge eines Moments, der sich unserem Zugriff eigentlich entzieht, sobald wir ihn bemerken.
KONZEPT UND PERFORMANCE: Michael O’Connor | MUSIK U.A.: Tommy James and the Shondells | MIT UNTERSTÜTZUNG VON: TURBO Residenz / ImPulsTanz 2010