Global:Lab - Kunst als Botschaft. Asien und Europa 1500–1700

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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Dienstag 27. März 2018
27. März 2018
Di
21:30
Global:Lab - Kunst als Botschaft. Asien und Europa 1500–1700
MAK Museum für angewandte Kunst & Gegenwartskunst Stubenring 5 1010 Wien

Im Sinne eines „Globalen Labors“, in dem das Gegenüber und Miteinander von Kulturen zur Beschäftigung mit den eigenen Traditionen führt, werden Entwicklungen in der Kunst Europas und Asiens im Zeitraum zweier Jahrhunderte dargestellt.

Die Ausstellung beleuchtet das damals wie heute aktuelle Thema Kunst als Kommunikationsmedium der Kulturen aus historischer Perspektive. „GLOBAL:LAB“ thematisiert Epochen, die unserer verwandter sind als zeitlich näher liegende: Es sind Zeiten der Gegensätze auf vielen Gebieten, voller Erfindungen und wechselseitiger Entdeckungen. Die Ausstellung bedient sich einer modernen Sprache, vertrauter Themen in neuen Betrachtungsweisen und scheut keine Konfrontationen. Die Präsentation soll die Erarbeitung einer Sichtweise, die nicht Europa zum Zentrum hat, schärfen. Mit der Charakterisierung der Eigenheiten jedes Kulturkreises werden die in der Kunst dieser Zeit sichtbaren Kontakte und Auseinandersetzungen mit dem sogenannten Fremden für den Betrachter nachvollziehbar. Kernpunkt der Ausstellung ist die Idee, den „Hamzanama“ – eine Mogulhandschrift des 16. Jahrhunderts – als eines der Schlüsselwerke jener Epoche zu sehen, in der große Kulturen Europas und Asiens verstärkt in Kontakt traten. Die künstlerischen Ausdrucksformen der islamischen Welt werden nicht nur von Ornamenten, sondern ebenso von der Erzählung und den figürlichen Darstellungen ihrer Protagonisten geprägt, wie gerade der Hamzanama zeigt. Die im MAK aufbewahrten 60 Miniaturen – der größte zusammenhängende Bestand der Handschrift – werden zusammen mit den Textseiten zum ersten Mal vollständig zu sehen sein. Ausgewählte „zeitrelevante“ Objekte aus dem Bestand der MAK-Sammlung sowie Leihgaben aus europäischen Museen dokumentieren Entwicklungen der Jahre 1500 bis 1700 – auf dem Gebiet der Geschichte, der Kunst und des Kunsthandwerks, der Wissenschaften, des Handels etc. – und geben einen umfassenden Überblick über den kulturell prägenden Austausch jener Zeit.

Themen der Ausstellung: Fürstliche Repräsentation in Asien und Europa. Die neue Sicht auf die Welt. Handel und Diplomatie. Netzwerke der Kunst. Die Darstellung des Fremden. Der Mensch im Zentrum der Kunst (Europa). Ornament und Erzählung (Orient). Symbol und Landschaft (Ostasien).

Kuratoren Johannes Wieninger, MAK-Kustode Asien, Angela Völker, MAK-Kustodin Textilien und Teppiche Wissenschaftliche Mitarbeit
Brigitte Moser

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